Schallbach Gemeinderat will mit der Zeit gehen

Das Rathaus in Schallbach: Der Gemeinderat hat jetzt die Einführung eines Ratsinformationssystems beschlossen, um für die Zukunft digital gut aufgestellt zu sein. Foto: Silke Hartenstein Foto: Weiler Zeitung

Im Gemeindeverwaltungsverband Vorderes Kandertal (GVV) wird in absehbarer Zeit deutlich weniger Papier gebraucht und das Wälzen dicker Ordner wird weitestgehend überflüssig. Möglich macht es die Einführung eines elektronischen Ratsinformationssystems.

Von Silke Hartenstein

Schallbach. GVV-Geschäftsführer Dominik Kiesewetter informierte Schallbachs Gemeinderäte über die kiC-Ratsinformations-App.

Die App ist auf dem PC und allen Mobilendgeräten nutzbar. Hiermit können Gemeinderatsmitglieder ihre Sitzungsunterlagen digital abrufen; Protokolle, Dokumente, Satzungen oder Unterlagen vergangener Sitzungen einsehen und vieles mehr.

Auch das Einfügen eigener Notizen und Kommentare zu den Beschlussvorlagen ist möglich, wenngleich nicht mehr handschriftlich, sondern mittels Tastatur. Die Sitzungsunterlagen können gespeichert werden und somit auch ohne W-Lan gelesen werden, etwa wenn man im Zug unterwegs ist.

„Spannend“ fand Kiesewetter die Suchfunktion, auf der sich alles rund um ein Thema wie etwa „Lärmaktionsplan“ finden wird. Das Ganze soll über den Server des GVV laufen. „Unsere Daten sind dort sicher“, versicherte Kiesewetter.

Sinnvoll, so die Einschätzung Kiesewetters, sei die App für Gemeinden, die mindestens alle vier Wochen eine Gemeinderatssitzung abhalten. Der GVV und die Gemeinderäte Rümmingen und Eimeldingen hätten die Einführung der Ratsinformations-App bereits beschlossen; in Fischingen sei die Einführung noch nicht sicher, für Wittlingen komme ein Ratsinformationssystem laut Bürgermeister Michael Herr derzeit noch nicht in Frage. Die Einführung ist für das erste Halbjahr 2021 vorgesehen.

Wie Kiesewetter ausführte, brauche es für die Nutzung des neuen Ratsinformationssystems Endgeräte mit mindestens 128 Gigabyte Speicherkapazität. Die Gemeinderäte könnten gegen Entschädigung entweder ihr eigenes Gerät nutzen oder ein Gerät von der Gemeinde zur Verfügung gestellt bekommen.

Die Kosten für Schallbach bezifferte Bürgermeister Michael Gräßlin auf rund 650 Euro im Jahr – wobei die Verwaltung durch das neue System viele Arbeitsstunden einsparen könnte. Mittel für allgemeine Büro-Ausgaben seien im Haushalt eingestellt.

„Wir müssen mit der Zeit gehen“, stellte Gräßlin fest. Das sahen auch die Gemeinderäte so und stimmten der Einführung zu.

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