Schallbach Keine Kinderbetreuung für unter zweijährige Kinder

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Kinder und Erzieherinnen im Stuhlkreis im Schallbacher KindergartenArchivfoto: sih Quelle: Unbekannt

Schallbach (sih). Ab dem Kindergartenjahr 2023/ 24 werden in Schallbach keine Kleinkinder unter zwei Jahren (U2) mehr aufgenommen. Im laufenden Kindergartenjahr wird es während der Schließtage des Kindergartens keine Ferienbetreuung geben. Dies beschloss der Gemeinderat einstimmig und reagiert damit auch auf personelle Engpässe. Die Gemeinde hat bereits eine FSJ-Stelle (Freiwilliges Soziales Jahr) und eine neue Erzieherstelle mit 25 Prozent Umfang ausgeschrieben.

Aktuell werden in Schallbachs Kindergarten drei Kleinkinder in der altersgemischten Gruppe von eins bis drei Jahren betreut. Da der Betreuungsaufwand gerade für die Eins- bis Zweijährigen sehr groß ist, kommt der Kindergarten personell an seine Grenzen. „Die Erzieherinnen fühlen sich sehr belastet durch die aktuelle Situation“, stellte Gemeinderätin Bettina Kiefer fest. Würden Kinder unter zwei Jahren nicht mehr aufgenommen, so Bürgermeister Christian Iselin, stiege zudem die zulässige Größe der altersgemischten Gruppe von 15 auf 17 Kinder.

Aktuell, so Iselin, stünde kein Kind unter zwei Jahren auf der Anmeldeliste für 2023/24. Sollte sich noch ein Betreuungsbedarf ergeben, könne dieser über Tagesmütter des Weiler Familienzentrums Wunderfitz abgedeckt werden. Schallbach unterstützt diese Betreuungsform mit drei Euro pro Stunde, dazu kommt eine Beihilfe des Landkreises. Am Montag, so Iselin, käme eine Wunderfitz-Tagesmutter zu einem Kooperationsgespräch in Schallbachs Kindergarten.

Eine Ferienzeitbetreuung gibt es für Schallbachs Kindergartenkinder weiterhin nicht. Hier verweist die Gemeinde auf regionale Anbieter von Ferienbetreuung wie „Wunderfitz“ oder Kaltenbachstiftung. Über eine Bezuschussung für auswärtige Ferienbetreuung soll in der folgenden Gemeinderatssitzung beraten werden.

Kommende Woche startet in Schallbach die Abfrage nach dem Bedarf an Kernzeit- und Ferienbetreuung für das Schul- und Kindergartenjahr 2023/24. Da Kindergärten deutlich weniger Ferientage haben als Schulen, kann die Ferienbetreuung von Grundschülern im Kindergarten berufstätige Eltern entlasten. Bei der Abfrage werden zwei Varianten vorgestellt. Variante 1 sieht für 60 Euro monatlich plus Essenskosten zwei Tage Kernzeitbetreuung des Schulkinds von 7.30 bis 14 Uhr wöchentlich vor, dazu Ferienbetreuung. Variante 2 steht für fünf Tage pro Woche samt Ferienbetreuung für 125 Euro monatlich plus Essenskosten.

Mindestens 7500 Euro Einnahmen über Gebühren sollten pro Jahr hereinkommen, stellte Iselin klar. Damit sei nicht einmal die Hälfte der Kosten abgedeckt. Diese hätten jüngst rund 20 000 Euro pro Jahr betragen.

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