Schallbach „Knackige Konzerte“ gegeben

Verdiente Ehrungen kamen Erika Lindemer, Barbara Weber und Irmgard Peta zu (von links) – es fehlt Ruth Hertlin.                                                                                                                                                                                                             Foto: Ines Bode

Schallbach - Informativ wie amüsant gestaltete sich die Hauptversammlung des Gesangvereins Schallbach mit derzeit 172 Mitgliedern, davon 42 Aktive. Darüber hinaus riefen zwei Anträge zur „Beitragserhöhung“ eine rege Diskussion hervor.

Gebühren

Kontrovers verlief der Meinungsaustausch, der letztlich in eben solchen Beschlüssen mündete: Es gab Enthaltungen, Gegenstimmen und eine teils knappe Mehrheit.

Erwirkt wurde, dass sich der Beitrag 2019 für aktive und passive Mitglieder auf 20 Euro verdoppelt. Der Jugendchor sei ausgenommen, betonte Vorsitzende Gisela Sütterlin. Auch die Ehrenmitglieder bleiben beitragsfrei.

Zwar hatten mehrere Anwesende kein Problem damit, künftig mit ihrem Obolus die Kasse zu stärken, doch das Gros, darunter Finanzchefin Erika Lindemer, plädierte für „Nein“.

Um Monetäres, konkret um die Privatschatulle von Bürgermeister Martin Gräßlin, ging’s auch beim Einwurf von Norbert Kiefer. Im Wiesental, wo er herkomme, sei es üblich, dass der Burgi in allen Vereinen passives Mitglied ist, sagte er. Kollektives Gelächter brach aus, als Gisela Sütterlin gleich aufsprang, um diesem den Antrag auszuhändigen. „Isch o.k.“, lachte auch Gräßlin. Später meinte er, ihm fehle die Zeit für alle Vereine: „Und wenn schon dabei, dann auch aktiv“.

Ausblick

Als nächstes steht im April das Jubiläum der Wittlinger Sänger an, im Mai bereichere der Chor die örtliche Kulturwoche. Überhaupt erhalte der Schallbacher Chor viele Einladungen – „eine schöne Wertschätzung“, doch müsse man aus Zeitnot manchmal auch absagen, so Sütterlin.

Erstmals will der Verein am Samstag, 27. Juli, zum „Sommerabend“ einladen und dafür auch andere Vereine ansprechen. Beibehalten werden die Traditionstermine.

Rückblick

Absolviert wurden laut Sütterlin die bewährten Veranstaltungen. „Wir hatten ein intensives Jahr.“ Erstmals war man erfolgreich mit einem Stand beim Hornbach-Markt vertreten. Auch das Zeechefest war ein Erfolg.

Stimmlich bereicherte der Chor mit Auftritten, etwa zu Feiertagen im Ort. Dafür gab’s Dank vom Bürgermeister. Schriftführerin Timea Bertalan erinnerte an eine Kinderaktion mit Fackeln im Schnee, an Ausflüge mit Klosterbesuch und mehr.

Dirigent Alexander Sehringer (28) durfte viel Lob entgegennehmen, um seinerseits Positives zu schildern: „Wir haben uns gesteigert, eine Tournee gemeistert, knackige Konzerte abgeliefert“. Dafür sprach das Eingangslied „Völlig losgelöst“ (1983), mit Schmackes neu arrangiert. Ziel ist es, auch weiterhin neue Lieder zu bieten.

Jugend

Der neu formierte Nachwuchs um Sehringer mit sechs Talenten sorgte für Furore, was Gräßlin imponierte: „Ihr wart am Jahreskonzert präsent wie nie.“

Wahlen

Im Amt bestätigt wurden Gisela Sütterlin und Erika Lindemer. Jugendchorbetreuer Rolf-Dieter Blum trat nach zehn Jahren zurück, Fiona Fuchs übernimmt sein Amt. Als Stimmführerin „Alt“ löste Inge Kiesewetter Ursula Müller ab.

Ehrungen

Für 40-jähriges „Singen im Chor“ erhielt Erika Lindemer die Verbandsehrung, die außerdem noch an Irmgard Peta für 25-jähriges Singen ging.

Zu Ehrenmitgliedern wurden Ruth Hertlin und Barbara Weber für 35-jährige Vereinstreue sowie Irmgard Peta für 25 „aktive“ Jahre ernannt.

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