Schallbach Lieber ein kleiner Boule-Platz

Der geplante Boule-Platz sorgt für Diskussionen.Foto: sba Foto: Weiler Zeitung

Schallbach (ag). Einige Schallbacher wünschen sich einen Boule-Platz. Mittlerweile wurde hinter dem Pfarrhaus auch ein geeigneter Platz für den geselligen Sport gefunden. Die Kirchengemeinde würde der politischen Gemeinde das Grundstück verpachten – nicht für Geld, sondern für die Bewirtschaftung desselben. Die Rede war etwa von Grasmähen.

In der jüngsten Gemeinderatssitzung sollte es nun um eben diesen Pachtvertrag gehen. Aus der Frage „Abschließen oder nicht?“ wurde dann jedoch die Frage „Wie genau soll dieser Boule-Platz überhaupt aussehen?“.

Anwohner, die der Sitzung beiwohnten, machten sich Sorgen wegen einer möglichen Lärmbelästigung. Sie hatten Widerspruch eingelegt, nachdem sie beobachtet hatten, wie probeweise eine Fläche für den Platz in unmittelbarer Nachbarschaft zu ihrem Haus abgesteckt worden war.

Strittig war bei der Diskussion im Ratsrund vor allem ein Punkt: Reicht eine Boule-Bahn aus, oder will man zwei Bahnen haben, damit zwei Gruppen gleichzeitig spielen können? Die Größe sei noch verhandelbar, genauso wie die genaue Lage der Bahn auf dem großzügigen Grundstück, auch das spätere Anbringen eines Sicht- oder Lärmschutzes sei denkbar. Darauf wies Bürgermeister Martin Gräßlin hin, der über den Pachtvertrag abstimmen lassen wollte.

Am Ende einigte man sich jedoch darauf, genau diese Aspekte bei einem Vor-Ort-Termin vorab abzuklären. „Sonst haben wir einen Pachtvertrag abgeschlossen und brauchen ihn gar nicht“, befürchtete Florian Grether. Er sah beim Brandweiher in Richtung Norden den idealen Standort, während Phillip Steinebrunner den Sinn eines solchen Platzes gleich ganz in Zweifel zog: „Braucht wirklich jedes Dorf einen eigenen Boule-Platz?“. Gräßlin erinnerte an den Grundsatzbeschluss im Gemeinderat, dass Vorhaben umzusetzen, sofern ein geeigneter zentraler Platz dafür gefunden wird.

Die Anwohner indes befürchten – insbesondere bei einem größeren Platz mit Bänken – eine Multifunktionsnutzung, die nachts Jugendliche anlocken könnte. Über Betriebszeiten lasse sich diskutieren, meinte Gräßlin. Und mit den Schallbacher Jugendlichen könne man in der Regel reden.

Christian Iselin fasste den Tenor der Sitzung wie folgt zusammen: „so klein wie möglich und so weit wie möglich von der Wohnbebauung entfernt“. „Man sollte die Bedenken der Anwohner ernst nehmen, es war immer von einem Platz die Rede“, sagte Michael Sütterlin.

Die Boule-Spieler aus dem Dorf hätten sich für zwei Bahnen eingesetzt, meinte dagegen der Bürgermeister. Er will sich nun näher mit dem Spiel beschäftigen und hat dafür bereits einen Termin im Weiler Läublinpark gemacht.

Den Pachtvertrag über zehn Jahre mit der Kirche will man nun erst dann abschließen, wenn die Modalitäten geklärt sind. Steine­brunner stimmte gegen diesen Beschluss.

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