Schallbach Pro Treffer ein bemaltes Hühnerei

Herbert Sinz gibt seiner dreijährigen Enkelin Lina Hilfestellung. Dahinter warten schon Mathis und Bruder Janni darauf, auf die Scheibe anlegen zu können. Foto: Reinhard Cremer

Schallbach - Zum inzwischen neunten Mal wurde am Samstag bei den Bogensportfreunden Dreiländereck (BSFD) in Schallbach ein österliches Schießen mit Pfeil und Bogen ausgetragen. Bei blauem Himmel zog es zahlreiche Freunde des Bogensports und solche, die ihn einmal aus nächster Nähe kennenlernen wollten, auf das Vereinsgelände am Rande Schallbachs.

Zwar hatte alles im Jahr 2009 mit einem österlichen Bogenschießen für Kinder begonnen, doch wurde die zunächst noch „Osterhasenschießen“ genannte Veranstaltung erst nach der im Jahr 2010 erfolgten Gründung des Vereins fester Bestandteil des Vereinslebens.

Beim Ostereierschießen wird auch tatsächlich auf Ostereier angelegt. Allerdings existieren diese lediglich in gemalter Form auf der für Kinder in fünf und für Erwachsene in zehn Metern Entfernung aufgestellten Scheiben. Dafür gab es dann pro Treffer ein richtiges mit Lebensmittelfarben bemaltes Hühnerei. Für jeweils drei Schuss floss ein Euro in die Kasse für die Jugendarbeit. Entweder wurde so gut getroffen oder so viel geschossen: Auf jeden Fall gingen die 60 zur Verfügung liegenden Eier recht bald zur Neige.

Die jüngste Teilnehmerin war die dreijährige Lina. Allerdings war ihr als Enkelin des mehrfachen deutschen Meisters und Ehrenmitglied des BSFD, Herbert Sinz, das Bogenschießen wohl schon in die Wiege gelegt worden.

Geschossen wurde mit Recurve-Bögen ohne Zubehör, wie zum Beispiel Visierung. Für die Kleinen waren die Bögen nur etwas kürzer. Jeder Schütze musste jedoch Armschutz und Fingertab anlegen. Mehrere Vereinsmitglieder, zu erkennen an ihren roten Hemden mit rückwärtigem Namensaufdruck, wiesen die Schützen ein und gaben ihnen Hilfestellung. Aus Sicherheitsgründen durfte niemand allein an den Sportgeräten hantieren. Nachdem der Pfeil eingelegt war, wurde die Sehne gespannt, bis die Hand die Wange berührte. Dann hieß es, das Ziel ins Auge fassen und den Pfeil auf den Weg schicken.

Dass Bogensport nicht zu den einfachsten Sportarten zählt, wusste Vereinsvorsitzender Dieter Fischer zu berichten. Stets muss eine gleichbleibende Stellung eingenommen werden bei ebenfalls gleichbleibendem Bewegungsablauf. Das hat dieser Sport beispielsweise mit dem Golfsport gemein. Hinzu kommt, dass in Wettkämpfen bei weit über 100 Schüssen und ebenso häufigem Bogenspannen der Körper einer nicht zu unterschätzenden Belastung standhalten muss. Dennoch ist Bogenschießen in jeder Altersgruppe und oft auch für Menschen mit körperlichen Einschränkungen möglich.

Ob der Ostersamstag und somit bereits in den Ferien liegend, der richtige Termin für das Ostereierschießen sei, wollte Fischer offen lassen. Fest stehe, dass sich zahlreiche der knapp über 100 Vereinsmitglieder und damit potenziellen Helfer zu Ostern bereits in den Ferien befänden. Das gelte auch für die Besucher.

Der Erlös aus den Startgeldern sowie dem Verkauf von Getränken, Kuchen und Grillwürsten kam der Jugendkasse zugute.

Das Training für Kinder ab zehn Jahren und Jugendliche findet immer dienstags und donnerstags von 17 bis 18 Uhr auf dem Vereinsgelände statt; in der Hallensaison nur dienstags zur gleichen Zeit.

Fraglich ist, wie lange die Bogensportfreunde noch das Freigelände nutzen können. Derzeit ist der Verein nach Kündigung des Geländes durch den Eigentümer um einen neuen Platz bemüht (wir berichten noch).

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