Schallbach Schallbacher Wald liefert schwarze Zahlen

Der Schallbacher Wald steht gut da. Foto: Silke Hartenstein Foto: Weiler Zeitung

Schallbach (sih). Während der Wald vielerorts in Deutschland und auch im Landkreis Lörrach unter Dürreschäden leidet, steht Schallbachs 50 Hektar großer Gemeindewald recht gut da. Der „tolle Laubholzwald“ bringe schwarze Zahlen trotz drei Jahren Trockenheit, verkündete Revierförster Gerhard Schwab bei der Präsentation des Forstbetriebsplans 2021 in der Gemeinderatssitzung am Donnerstagabend.

Für 2021 rechnet Schwab mit einem Überschuss von 3800 Euro bei einem geplanten Einschlag von 350 Festmetern Holz. Damit liegt man neun Festmeter unter dem Plansoll. Voraussichtlich 50 der 350 Festmeter werden auf „zufällige Nutzungen“ entfallen – das bedeutet in diesem Fall Nutzungen, die infolge der Trockenheit der vorangegangenen Jahre erforderlich sind. Auch für das Forstjahr 2019 hatte man mit etlichen „zufälligen Nutzungen“ gerechnet, doch waren davon letztlich weniger erforderlich als befürchtet. Die vorläufigen Zahlen, die für die Forstjahre 2019 und 2020 vorliegen, sehen gut aus. So wurde aus dem für 2019 gerechneten Minus von 894 Euro voraussichtlich ein Plus von 1757 Euro. Für 2020 rechnet Schwab mit 1018 Euro Gewinn.

Höhere Einnahmen als Ausgaben

2021 stehen sich 35 600 Euro geplante Einnahmen und 31 800 Euro Ausgaben gegenüber. Hiervon entfallen als größte Posten 13 300 Euro auf die Holzernte, 3500 Euro auf Erschließungsarbeiten und 5850 Euro auf Verwaltungskosten. Diese haben sich auch deshalb erhöht, weil Schwabs Stelle die Gemeinde jetzt mit 4500 Euro rund 2000 Euro mehr kostet – eine Folge des abgeschlossenen Kartellverfahrens und der hierdurch erforderlichen Neustrukturierung in Baden-Württembergs Forst.

Insgesamt sind im Forstjahr 2021 Kultursicherungen auf einem halben Hektar Fläche geplant. Rund um das Biotop und in zwei Bereichen mit jüngeren Bäumen ist auf 0,7 Hektar Jungbestandspflege vorgesehen. Nadelbäume werden nicht gepflanzt, stattdessen werden auch in Schallbachs Gemeindewald neue Baumarten einziehen. So werden auf einer kleinen Fläche mit Buchen-Naturverjüngung zusätzlich Roteichen (Amerikanische Spitzeiche) und Schwarznuss (ein nordamerikanischer Verwandter der Walnuss) gepflanzt. Diese beiden Baumarten, so Schwab, seien sehr dynamisch in ihrem Wachstum und könnten somit gut mit den raschwüchsigen Buchen mithalten.

Die Brennholzversteigerung 2021 entfällt infolge von Corona.

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