Schallbach Weniger Geld ist im neuen Jahr bereit

Silke Hartenstein
Weniger Geld stehen im Haushalt der Gemeinde Schallbach für 2024 zur Verfügung. Foto: Markus Adler

Der Haushaltsentwurf für die erste der sechs Gemeinden des Verwaltungsverbands Vorderes Kandertal (GVV) steht für Schallbach.

Achim Blaschke, stellvertretender Rechnungsamtsleiter des Gemeindeverwaltungsverbands (GVV) Vorderes Kandertal, erläuterte das Zahlenwerk in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Insgesamt wird Schallbach zum Jahresende 2024 weniger Geld haben.

Im Ergebnishaushalt wird bei 2,16 Millionen Euro Erträgen und 2,19 Millionen Euro Aufwendungen mit einem negativen ordentlichen Ergebnis von knapp 30 000 Euro gerechnet. Die Ergebnisrücklage sinkt zum Jahresende 2024 auf 763 000 Euro.

Die flüssigen Mittel im Finanzhaushalt der Gemeinde gehen bis Ende 2024 um 440 000 Euro auf 1,1 Millionen Euro zurück. 2022 nahm die Gemeinde für den Erwerb des bebauten Grundstücks Dorfstraße 4 einen Kredit über 500 000 Euro auf. Hierfür geht der Schuldenstand bis Jahresende 2024 auf 362 500 Euro zurück .

Finanzhaushalt

880 000 Euro sind für Investitionen eingeplant, davon bliebe nach Abzug aller Einzahlungen ein Anteil der Gemeinde von 527 000 Euro. Größter Posten sind 500 000 Euro für den Kauf von Wohnraum für Flüchtlinge. Hiervon würde die Hälfte vom Land bezuschusst. Da die Gebäudepreise derzeit zurück gingen, wolle man etwas auf der Seite haben, wenn ein geeignetes Gebäude auf den Markt käme, sagte Bürgermeister Christian Iselin dazu.

50 000 Euro sind angesetzt für die Machbarkeitsstudie effiziente Wärmenetze. Für den barrierefreien Umbau der zwei Bushaltestellen an der Dorfstraße rechnet man mit 110 000 Euro, davon wird die Hälfte bezuschusst. 30 000 Euro sollen in das kommunale bebaute Grundstück Dorfstraße 4 investiert werden. Die für den Radwegebau angesetzten 60 000 Euro werden sich anhand einer neuen Kostenschätzung nahezu verdoppeln. Voraussetzung für den Bau ist die Förderzusage der Agglo Basel.

Ergebnishaushalt

Über Gewerbesteuer kommen 60 000 Euro herein – 36 400 Euro mehr als der Ansatz für das laufende Jahr. Der Anteil an der Einkommenssteuer geht um 31 200 Euro zurück auf 617 400 Euro. Für den Unterhalt des Abwasserkanals beziehungsweise für den Starkregenschutz sind 45 000 Euro eingestellt. Der Wasserpreis bleibt unverändert.

Die Kreisumlage wird infolge der Steigerung des Hebesatzes um voraussichtlich 3,5 auf 36,1 Prozent auf 412 400 Euro steigen. Das sind 73000 Euro mehr als 2023. Die Verbandsumlage sinkt um 3100 Euro auf 167 000 Euro. Auf 15 000 Euro pro Jahr belaufen sich die Tilgungskosten für den Gemeindeanteil an den 2016 und 2017 aufgenommenen Schulden für den Umbau der Verbandsschule in Binzen. Die Personalkosten steigen infolge der Tariferhöhungen auf 563 250 Euro.

Für die Schulkindbetreuung werden 2024 keine Personalkosten angesetzt, die Ausgaben für Tagesmütter an den Fachdienst Kindertagespflege werden auf Grund des Vorjahresergebnisses auf 4500 Euro gekürzt. Da in Schallbachs Grundschule die Klassenzimmer renoviert werden, steigen die Unterhaltskosten um 6000 Euro auf 10 000 Euro.

Die Schulumlage sinkt wegen niedrigerer Schülerzahlen um 9300 Euro auf 40 150 Euro. Der Unterhalt für die Gemeindestraßen steigt um 2000 Euro auf 12 000 Euro, dazu kommen weitere 2000 Euro für den Winterdienst. Mit 8000 Euro für den Unterhalt der Feldwege sind 3000 Euro mehr eingeplant als 2023. Der Unterhalt für die kommunalen Gebäude steigt um 7000 Euro auf 15 000 Euro, die Energiekosten steigen hierfür um 3000 Euro auf 8000 Euro. Immerhin steigen die Einnahmen aus Photovoltaikstrom durch die zwei neuen PV-Anlagen der Gemeinde um 3000 auf 14 000 Euro. Die Kosten für Straßenbeleuchtung sinken um 1200 auf 2500 Euro.

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