Schallbach Zwei Meinungen

Die Anlieger der Straße unterhalb des Baugebiets Hüttstall sollen zur Kasse gebeten werden. Foto: Rolf Rhein Foto: Weiler Zeitung

Schallbach (rhro). Mit dem Tagesordnungspunkt „Erschließungsbeiträge Baugebiet Hüttstall I“ am Donnerstag im Gemeinderat brach der seit längerem schwelende Konflikt zwischen Teilen des Rats und Bürgermeister Martin Gräßlin erneut heftig auf.

Gräßlin war zwischenzeitlich zu der Ansicht gekommen, die Altanlieger an der 1982 erschlossenen „Alten Poststraße“ unterhalb des Neubaugebiets Hüttstall hätten seinerzeit die anfallenden Erschließungskosten bezahlt und sollten nun nicht erneut belastet werden. Umso mehr, als dass die dadurch entstehend Kosten für die Gemeindekasse wohl höher seien als der Nutzen. Kosten für einen Abwasserkanal seien damals nicht angefallen, weil ein solcher nicht nötig war, da das Abwasser auf natürliche Weise versickerte. Einsprüche von Seiten der Altanlieger seien bereits eingegangen.

Michael Sütterlin hielt dagegen, der mit der Erhebung beauftragte Rechtsanwalt Uhl habe festgestellt, dass wenn Kosten ermittelt würden, diese auch von Gesetzes wegen erhoben werden müssten, andernfalls würde dies als „Untreue“ gegenüber der Gemeindekasse gewertet. Christian Iselin verlas daraufhin eine Erklärung, die sich mit der Notwendigkeit der Beauftragung eines Anwalts von Seiten des Rats befasste. In dieser Erklärung wurde Gräßlin, der als Grundstückseigner im Hüttstallgebiet als befangen gilt, persönlich angegriffen. Gräßlin verwahrte sich dagegen und bezeichnete die Ausführungen Iselins als Frechheit.

In der darauffolgenden erregten Diskussion gab es keine Einigkeit. Dem Vorschlag, die Entscheidung auf den Zeitpunkt nach einer endgültigen Klärung der Sachlage zu verschieben, wurde mit sechs gegen zwei Stimmen entsprochen.

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