Schallbach „Zwischen den Welten“

Die 32 Sängerinnen und Sänger unter Dirigent Alexander Sehringer nahmen ihr Publikum mit auf eine bewegende musikalische Reise. Foto: Silke Hartenstein Foto: Weiler Zeitung

Im Rahmen der Kulturtage nahm der Gesangverein Schallbach mit seinem Konzert „Zwischen den Welten“ die Zuhörer mit auf eine bewegende musikalische Reise von der Trauer zur Zuversicht.

Von Silke Hartenstein

Schallbach. Mit geistlich-weltlicher Chorliteratur und einer gezielten Abfolge von Liedern bescherten die 32 Sängerinnen und Sänger unter Dirigent Alexander Sehringer ihrem Publikum in der gut zur Hälfte besetzten Kirche Peter und Paul am Mittwochabend eine besinnliche, Mut machende Auszeit aus dem Alltag. Zum nachdenklichen Hintergrund des Konzerts schufen die dort ausgestellten „Lebensbilder“ der Künstlerin Ulrika Olivieri einen bestens passenden Rahmen.

„Wohin soll ich mich wenden?“ Diese Frage stellte der Chor zur Eröffnung mit dem gleichnamigen, an ein Kirchenlied erinnernden Lied. „Irgendwo auf der Welt gibt’s ein kleines bisschen Glück“ – der folgende Titel fiel als Antwort darauf zwar eher vage aus, doch umso schöner klangen die vielstimmigen Harmonien dieses melancholisch-melodischen Klassikers der „Comedian Harmonists“.

Weiter ging es mit „Der ewige Kreis“. Durch gelungene Wechsel aus leisen und kraftvollen Tönen brachte der Chor die mitreißende Wirkung dieser Hymne an das Leben zum Tragen, unterstrichen durch Tilman Fehses nachdrückliche Klavierbegleitung. Kraftvoll und rhythmisch pointiert folgte bald darauf mit Xavier Naidoos „Bitte hör nicht auf zu träumen“ der Umschwung zur Hoffnung. In diesem Sinne und mit effektvollen Wechseln zwischen Frauen- und Männerstimmen und Gesamtchor ging es weiter mit dem lieblichen, auf italienisch gesungenen „Nella Fantasia“ und „Nur ein Lächeln“ – hier erzählten einzelne Sprecher inmitten der Gesangspassagen, was ein Lächeln alles bewirken kann.

Dazu passte das folgende, mit einem Lächeln auswendig gesungene „Geh den Weg der Liebe“. Mit sauberen Gesangspassagen im Stakkato beim rhythmusbetonten Gospel „Say the World“ schufen die Sänger einen schwungvollen Konzertabschluss, und nach starkem Beifall schenkten sie ihren Zuhörern als Zugabe einen hinreißend schönen Klassiker der Hoffnung: Auf Fehses leidenschaftliches Piano-Intro folgte der Gefangenenchor aus Verdis Oper „Nabucco“.

In gehobener Stimmung ließen die Zuhörer zum Abschluss den Frühsommerabend mit Geselligkeit bei Sekt, Wein und „Landfrauenwinzerschnitten“ ausklingen.

 Am Samstag, 3. Juni um 20 Uhr ist im Rahmen der Schallbacher Kulturtage „Kino in der Kirche“. Gezeigt wird „Quartett“, ein Spielfilm über das gemeinsame Altwerden.

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