Schliengen 6000er-Marke wird bald geknackt

Claudia Bötsch
Schliengen hatte auch 2021 einen Geburtenüberschuss: Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 46 Geburten verzeichnet, demgegenüber standen 30 Sterbefälle. Foto: dpa/Waltraud Grubitzsch

Die Gemeinde Schliengen wächst weiter. Dafür sorgen diverse Baugebiete, allen voran das „Wasengärtle“. Voraussichtlich noch in diesem Jahr wird bei der Einwohnerzahl die 6000er-Marke geknackt, meint Bürgermeister Christian Renkert im Gespräch mit unserer Zeitung.

Von Claudia Bötsch

Schliengen. Insgesamt sollen im „Wasengärtle“, das seit 2020 bebaut wird, rund 400 Menschen eine neue Heimat finden – es ist das größte in der Geschichte der Gemeinde. Neben Einzel- beziehungsweise Doppelhäusern entsteht dort auch Geschosswohnungsbau, insgesamt 135 Wohneinheiten.

Darüber hinaus sorgen weitere kleinere Baugebiete in Obereggenen, Liel und Mauchen für weiteres Bevölkerungswachstum.

Zahlen des statistischen Landesamts

Ende 2021 zählte Schliengen rund 5880 Einwohner – das sind fast 600 mehr als vor zehn Jahren. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 46 Geburten verzeichnet, demgegenüber standen 30 Sterbefälle.

Die Kommune ist in den vergangenen Jahren praktisch kontinuierlich gewachsen – von kleinen Abweichungen einmal abgesehen. Interessant ist indes besonders, wie und in welchen Zeiträumen sich diese Entwicklung vollzogen hat.

Vor 20 Jahren die 5000er-Marke geknackt

Einen Überblick über die Bevölkerungsentwicklung der Gemeinde Schliengen in den vergangenen Jahrzehnten liefern die Zahlen des Statistischen Landesamts, die bis ins Jahr 1961 zurückreichen: Damals lebten 3420 Menschen in der Kommune. In den zurückliegenden sechs Jahrzehnten hat die Gemeinde damit rund 2500 Bürger hinzugewonnen. Während sich die Zunahme bis Ende der 1980er-Jahre noch in verhältnismäßig kleinen Schritten vollzog (1989: 4037 Einwohner), legte die Gemeinde vor allem danach deutlich zu. In den 1990er-Jahren wuchs Schliengen um fast 1000 Bürger, im Jahr 2001 knackte die Gemeinde die 5000-Einwohner-Marke. Gut 20 Jahre später steht der nächste Tausender-Schritt bevor.

Im Jahr 2020 lebten laut Statistischem Landesamt 5770 Menschen in der Gemeinde Schliengen – dabei hielt sich die Zahl der unter 18-Jährigen und der Bürger ab 65 Jahre nahezu die Waage. 1069 Einwohner waren Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren, 1114 Bürger 65 Jahre oder älter. Die Statistik registrierte 2936 Frauen sowie 527 Ausländer.

Einwohnerzahlen in den Ortsteilen

Interessant ist auch ein Blick auf die einzelnen Ortsteile. Dabei wird deutlich: Das Wachstum hat sich in den vergangenen zehn Jahren vor allem im Kernort vollzogen: Dort stieg die Einwohnerzahl von 2525 im Jahr 2010 auf 2955 Ende des vergangenen Jahres.

In den anderen Ortsteilen hat sich, abgesehen von Niedereggenen, indes wenig getan: Dort stieg die Zahl von 559 auf 677. In Liel, im größten Teilort, wurden im Jahr 2010 974 Einwohner gezählt, im Jahr 2021 waren es 1010.

In Obereggenen stieg die Zahl im gleichen Zeitraum von 671 auf 689, wohingegen die Einwohnerzahl in Mauchen sogar sank: von 588 auf 548. Das wird sich allerdings in den nächsten Jahren ändern: Mit dem neuen Baugebiet „Haldengässle-Ried“ rechnet die Gemeinde mit knapp 100 neuen Einwohnern.

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