Schliengen Ein Schritt zurück zur Normalität

Strahlend blauer Himmel, herbstliche Leckereien, neuer Wein und die Vielfalt landwirtschaftlicher Produkte aus der Umgebung: All das lockte die Besucher zum traditionellen Markt landwirtschaftlicher Produkte (MaLaPro).

Von Silke Hartenstein

Schliengen. Kurz nach der Eröffnung am Samstagmittag füllte sich das Gelände der Winzergenossenschaft in Schliengen zügig. Die Besucher genossen sichtlich das Beisammensein – und es tat gut zu sehen, wie die Kinder wieder unbekümmert in der Hüpfburg herumsprangen.

2020 fiel einer der größten Bauernmärkte der Region aus gegebenem Anlass aus. Nun freute sich Bürgermeister Christian Renkert zur Eröffnung: „Das ist das erste Ereignis, das wir in dieser Form wieder begehen können und ein erster Schritt zurück zur Normalität.“

Der nächste Schritt ist der geplante Schliengener Weihnachtsmarkt im Dezember. Dieser Tage, so Renkert, kämen hierfür jede Menge Anmeldungen herein.

Eine Normalität, auf die man hoffentlich bald wieder verzichten kann, ist das der Pandemie geschuldete Prozedere beim Einlass zu Festen und Märkten, doch, wie Marktstandmitarbeiterin Angelika Weber feststellte: „Hauptsache, es geht wieder etwas.“

Die Zahl der Besucher wurde auf 500 festgelegt. „Wir müssen mal sehen, wie sich’s verteilt“, sagte Joana Kirner, die bei der Winzergenossenschaft den Markt organisiert. Die Zahl der Stände fiel mit 13 Markt- und fünf Verpflegungsständen niedriger aus als sonst. Kurzfristig, so Kirner, hätten sieben Teilnehmer abgesagt. Unter freiem Himmel fiel das nicht auf, hier gab es Gemüse und Obst, herbstlich bunt in Szene gesetzt, Regio-Eiernudeln, Fleisch und Wurstwaren und ein üppiges Angebot an Speisen und Getränken.

Im recht „luftigen“ Innenbereichen gab es trotz weniger Ständen alles Wesentliche, darunter feine Brände und Liköre, die auch gern verkostet wurden, Dekoartikel und Bienenwachstücher, Honig, kalt gepresste Öle, duftende Seifen, Kräutersalz, Tiroler Spezialitäten und am BUND-Stand Apfelsaft, eine Ausstellung alter Apfelsorten sowie Gratis-Blühwiesensamen.

Tags darauf spielte die Musik mit der Blaskapelle „Wilde 13“ und die Geschäfte in der Gemeinde luden zum verkaufsoffenen Sonntag ein.

Der Straßenflohmarkt am Sonntag dagegen darf laut Gesetzgeber nicht mehr stattfinden. Auf die Frage, warum man den Flohmarkt nicht auf den Samstag verlegt, meinte Bürgermeister Renkert, samstags würden die gewerblichen Flohmarkthändler Umsatzeinbußen befürchten. Einen Bürgerflohmarkt am Samstag indes könne er sich gut vorstellen, hierfür bräuchte es einen ehrenamtlichen Marktorganisator – etwa so wie es in Kandern einen gibt.

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