Schliengen Ende Juni ziehen erste Bewohner ein

Zoë Schäuble

Nach einer „intensiven Zeit“, wie Landrätin Marion Dammann die Planungen und Bauphase des neuen Schliengener Pflegeheims bezeichnete, war es am gestrigen Freitag dann soweit und das „Haus am Sonnenstück“ konnte eingeweiht werden. Bis die ersten Bewohner allerdings einziehen können, ist noch einiges zu tun.

Von Zoë Schäuble

Schliengen. Bis die insgesamt 74 Bewohner, denen das Heim ein „familiäres Zuhause“ bieten will, einziehen können, müssen im Erdgeschoss noch die Türen eingesetzt und in den Bewohnerzimmern die Beleuchtung installiert werden, erläuterte Reinhard Heichel, Leiter des Eigenbetriebs Heime, bei der Einweihungsfeier. Zu der waren neben der Landrätin auch Heimleiter Tobias Spreter sowie die Architekten des Stuttgarter Architekturbüros Hermann+Bosch mit den für das Pflegeheim zuständigen Projektplanerinnen angereist. Diese hatten sich bei der Ausschriebung des Projekts mit ihrem Entwurf des Pflegeheims gegen 13 Konkurrenten durchgesetzt und begannen 2017 mit den Planungen. Nach zweijähriger Bauzeit sei man nun froh, den Schliengenern den Neubau präsentieren zu können, der sich am nördlichen Rand der Gemeinde in einem Mischgebiet befindet. Das Besondere an dem Bau seien neben den natürlichen Farben, hellen Böden und lichtdurchfluteten Räumen die spezielle Bauweise, erklärte Architekt Gerhard Bosch. „Beim Gebäude handelt es sich um einen Skelettbau – der Nachhaltigkeit wurde damit Rechnung getragen“, sagte er und führte aus, dass sich das Gebäude mit dieser Bauweise leicht in der Zukunft an sich ändernde Bedürfnisse anpassen ließe. Denn am Tragwerk müsse nichts verändert werden.

Der Einzugstermin für die ersten 45 Bewohner, die aus dem Schopfheimer Markus-Pflüger-Heim kommen, ist für den 21. Juni terminiert. Spreter zeigte sich zuversichtlich, dass bis dahin alle Bauarbeiten erledigt seien. Die übrigen 29 Bewohnerplätze seien derzeit noch nicht vergeben, berichtete Heichel. „Aber das wird sich schnell ändern.“ Denn die Lage – das „Haus am Sonnenstück“ ist in den Schliengener Weinberg eingebettet und verkehrsgünstig an die B 3 angebunden – überzeuge ebenso wie die Ausstattung der 16 Quadratmeter großen Zimmer, die jeweils ein vier Quadratmeter großes Bad miteinschließen. Das „Herzstück“ des 4620 Quadratmeter großen Gebäudes stelle, so der Leiter des Eigenbetriebs, die „großzügig angelegte Terrasse“ dar, die die Bewohner vom ersten Obergeschoss aus ebenerdig auf der Rückseite des Pflegeheims zum Verweilen einlade. Bis auf eineinhalb Stellen sei inzwischen auch das Team, das 32 Mitarbeiter, die Hälfte von ihnen examinierte Pflegekräfte, umfassen soll, nahezu komplett, berichtet Pflegedienstleiterin Maria Stöcks. Das „Haus am Sonnenstück“ bietet den Bewohnern zwei Betreuungsangebote. Neben der „klassischen Langzeitpflege“ gibt es auch die Möglichkeit, zur kurzzeitigen Pflege aufgenommen zu werden.

In seiner Rede dankte Schliengens Bürgermeister Christian Renkert seinem Amtsvorgänger Werner Bundschuh, der seinerzeit die Weichen für die Ansiedlung eines Pflegeheims in der Gemeinde gestellt hatte.

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