Schliengen Fusion zum Jahresbeginn 2025 geplant

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Die Führungsspitze der Feuerwehr im Eggenertal (v.l .): Stellvertreter Alexander Barth, Abteilungskommandant Matthias Müller (Obereggenen), Fabian Bengel (Jugendwart), Abteilungskommandant Stefan Graf (Niedereggenen) und Stellvertreter Niklas Lorenz. Foto: Herbert Schumacher

Schliengen (hs). Die Abteilungen Nieder- und Obereggenen der Freiwilligen Feuerwehr Schliengen trafen sich erstmals zu einer gemeinsamen Hauptversammlung. Der Berichtszeitraum erstreckte sich coronabedingt vom Januar 2020 bis zum Jahreswechsel 2022/23.

Seit 2010 rücken die beiden Eggener Wehren in Ernstfällen ohnehin und auch bei kameradschaftlichen Unternehmungen längst kontinuierlich zusammen aus und wollen nach der Fertigstellung des gemeinsamen Gerätehauses auch offiziell fusionieren.

Rückblick

Die Abteilungskommandanten Stefan Graf (Niedereggenen) und Matthias Müller (Obereggenen) blickten auf die vergangenen drei Jahre. Zu Beginn der Pandemie galt es, die Einsatzbereitschaft der Wehren aufrechtzuerhalten. Zunächst stand die Anschaffung und Suche nach einer entsprechenden Schutzausrüstung im Mittelpunkt, wie vor allem Müller betonte. Nach entsprechenden Impfquoten sei dann eine sachte Rückkehr ins normale Feuerwehrleben möglich geworden. Der Einsatzbereitschaft der Feuerwehr sei stets oberste Priorität zugedacht worden, betont er.

Einsätze

Drei große Einsätze zählten Graf und Müller auf. Darunter ein Großbrand in Obereggenen im vergangen Sommer innerhalb eines engbebauten Wohngebietes. Hohe Temperaturen und Wassermangel erforderten einen Großeinsatz mit rund 70 Einsatzkräftenm, und dies zehn Stunden lang. Hinzu kam ein früherer Gebäudebrand unter sehr schwierigen Bedingungen für beide Wehren. Zu einem Brand in einem landwirtschaftlichen Gebäude in Obereggenen kam es durch ein Defekt an einer Maschine. Schnelles Eingreifen konnte Schlimmeres verhindern. Die Niedereggener Wehr registriert sieben technische und insgesamt 15 Brandeinsätze im der Berichtszeit. zwölf Brandeinsätze und zwölf technische Hilfeleistungen meldet die Obereggener Wehr.

Anschaffungen

Über die Neubeschaffung eines Mannschaftstransportwagens für die Abteilung Obereggenen zu einem Beschaffungspreispreis von insgesamt 69 000 Euro informierte Müller. Dieses Fahrzeug ist der Ersatz für den bisherigen 25 Jahre alten MTW.

Neuaufnahmen

Nach dem Großbrand in Obereggenen traten fünf junge Männer als Quereinsteiger der Feuerwehr bei: Ume Gerspacher, Thomas Weber, Lasse Fröhlich, Markus Zimmermann und Daniel Faltus wurden von Matthias Müller verpflichtet.

Jugendfeuerwehr

Jugendwart Fabian Bengel berichtete von den Aktivitäten der Jugendfeuerwehr. Diese zählt derzeit 20 Mitglieder, davon fünf Mädchen und 15 Jungen. Man hat nach Zwei-Jahresplan insgesamt 58 Termine mit Unterstützung von Ausbilder Hannes Räuber absolviert. Hinzu kamen Freizeitaktivitäten wie Bowling und Weihnachtsfeier. Als Arbeitseinsätze zu nennen sind neun Schrottsammlungen und ebensoviele Papiersammlungen. Fabian Bengel dankte allen Fahrzeugbereitstellern zu den besagten Sammlungen.

Wahlen

Zur turnusgemäßen Wahl standen bei der Obereggener Wehr Abteilungskommandant Matthias Müller, der gleichzeitig auch Schliengener Vize-Gesamtkommandant ist, dazu kam Müllers Stellvertreter Alexander Barth. Diese beiden Wahlen in geheimer Abstimmung leitete Bürgermeister Renkert. Beide wurden einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. Für das ausgeschiedene Ausschussmitglied Hannes Räuber wurde Phillip Mühle zu dessen Nachfolger gewählt.

Ausblick

Bürgermeister Christian Renkert beurteilte den Bauwerdegang zum neuen Feuerwehrhaus recht optimistisch und begleitet dies mit den besten Wünschen. Auch die Abteilungskommandanten sehen dem neuen Gerätehaus hoffnungsvoll entgegen.

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