Schliengen Klimawandel bedroht Existenz

Georg Hoffmann und Oliver Faaß
Georg Hoffmann (l.) und Oliver Faaß machen sich seit Jahren für Windräder am Blauen stark. Foto: zVg/Petra Kilchling-Hoffmann Foto:  

Kontra – Bürgerwindrad Blauen:
Mit „Nein“ stimmen! Für eine lebenswerte Zukunft. Windräder sind einmalige Chance für Schliengen und das Klima.

Beim Bürgerentscheid in Schliengen geht es nicht nur um das lokale Thema „Windenergienutzung in Schliengen, ja oder nein“, es geht auch um eine Antwort der Gesellschaft auf manche der großen Fragen der Zeit: „Schaffen wir es, den Klimawandel, der unser aller Existenz bedroht, zumindest in Grenzen zu halten? Können wir uns Schritt für Schritt aus den Abhängigkeiten von fossilen Energieträgern und damit auch von den oftmals diktatorischen Lieferanten aus Russland, dem Iran oder Saudi-Arabien befreien? Wollen wir unseren Kindern und Enkeln eine Welt, einen Kontinent, ein Markgräflerland überlassen, in dem ein normales Leben, wie wir es kennen, möglich bleibt? Arbeiten wir daran, eine Zukunft zu schaffen, in der Energie erneuerbar ist, keinen radioaktiven Abfall für zigtausende Jahre hinterlässt und die Atmosphäre der Erde nicht zerstört?“

Die Gemeinde profitiert

Die Bürger dürfen beim Bürgerentscheid am Sonntag, 18. Februar, über solche existenziellen und weitreichenden Fragen (mit)entscheiden – und darüber, ob die Gemeinde Schliengen von dem Bürgerwindpark Blauen auch noch profitiert, ideell wie finanziell. Dazu braucht es ein „Nein“ auf dem Stimmzettel!

Die Gegner des geplanten Bürgerwindparks verweigern Antworten auf diese existenziellen Fragen, wenn sie darüber schwadronieren, dass Windkraft im Schwarzwald nicht wirtschaftlich sei oder die beteiligten Bürgerenergiegenossenschaften nicht genug finanzielle Mittel für den Bau der Anlagen bereitstellen können. Sie versuchen lediglich, die Gegenseite zu diskreditieren. Dabei wissen wir doch alle, dass Windkraftanlagen sehr viel Energie erzeugen können. In Summe kann ein Windpark mit acht Anlagen 100 000 Menschen mit sauberem Ökostrom versorgen.

Wir wissen, dass fast 30 000 Windenergieanlagen in Deutschland laufen – und dies durchweg gewinnbringend. Wir wissen auch, dass die Eingriffe in die Kulturlandschaft nicht zu umgehen sind, sie aber nach nur wenigen Jahren kaum mehr sichtbar sein werden – gerade im Wald. Denn Bäume werden auch ohne den Bau von Windrädern entnommen. Ihr Holz wird sinnvoll genutzt und die Lücken im Wald wachsen schnell wieder zu.

Mangels guter Argumente wettern die Windkraftgegner gegen die Genossenschaften selbst, die zu klein und zu unterschiedlich seien, um ein solches Projekt gemeinsam zu stemmen. Wir hätten ihnen – wenn sie denn gefragt hätten – gerne Einblick gewährt in unsere Gesellschafterverträge, nach denen jede der drei Genossenschaften ein Drittel Anteile und ein Drittel Stimmrecht hat. Und alle Schliengener Bürger sind eingeladen ebenfalls daran teilzuhaben. So wie die Gemeinde Schliengen, die jedes Jahr mindestens 100  000 Euro Pacht für jede der drei Anlagen erhalten wird –wenn sie denn gebaut werden.

Saubere Energieproduktion

Nein, es gibt keine guten Gründe gegen eine saubere Energieproduktion in Bürgerhand auf dem Blauen. Es gibt Hürden und Herausforderungen. Unser Ziel: „Sagen Sie ,Nein’ zu den Neinsagern und ,Nein’ zum ungebremsten Klimawandel. Denn Ihr ,Nein’ beim Bürgerentscheid bietet eine einmalige Chance – für Sie, für Schliengen und fürs Klima.“

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