Schliengen Kontakt über soziale Netzwerke

Der Schliengener Gemeindesozialarbeiter Marco Kunz Foto: zVg

Schliengen - Der Schliengener Jugendraum war wegen der Corona-Pandemie gut fünf Monaten geschlossen. Welche Auswirkungen hat die Zwangspause und die Corona-Krise auf die Jugendarbeit im Winzerdorf?  Darüber sprach unser Mitarbeiter Alexander Anlicker mit dem Schliengener Gemeindesozialarbeiter Marco Kunz.

Sie haben Ihre offene Sprechstunde nur telefonisch angeobten. Finden Sie überhaupt noch Kontakt zu den Jugendlichen, oder sind Sie mehr oder weniger abgeschnitten?

Da ich selbst in Schliengen lebe, bin ich vielen Jugendlichen öfters begegnet. So konnte ich mich zumindest ab und zu mit ihnen austauschen. Über die sozialen Netzwerke konnte ich zudem den Kontakt so gut es ging pflegen. Die Tatsache, dass trotz der von den Jugendlichen nicht sehr beliebten Maskenpflicht der Jugendraum wieder relativ gut besucht wird, zeigt mir, dass ich den Anschluss nicht verloren habe.

Mit welchen Sorgen und Nöten wenden sich die Jugendlichen bei der offenen Sprechstunde an Sie? Haben sich diese durch Corona gewandelt?

Die offene Sprechstunde richtet sich nicht nur an Jugendliche, sondern grundsätzlich an alle Bürgerinnen und Bürger von Schliengen. Tatsächlich haben sich die Anfragen seit der Corona-Pandemie aber nicht grundlegend geändert.

Wie sieht die Perspektive für den Jugendraum aus?

Der Jugendraum hat seit dem 7. August wieder geöffnet. Hierfür wurde ein Hygienekonzept erstellt, welches unter anderem eine Obergrenze von 20 Teilnehmern (19 Jugendliche und mich selbst), das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung, regelmäßiges Lüften sowie regelmäßiges Desinfizieren der Oberflächen und der Spielgeräte umfasst.

Bieten Sie während der Ferien Veranstaltungen im Freien an?

Das Ferienprogramm findet in einer etwas abgespeckten Version statt. Das heißt es gibt weniger Angebote und die Zahl der Teilnehmer für Veranstaltungen, die bei schlechtem Wetter in Innenräumen stattfinden müssen, wurde abgesenkt.

Mehrere Angebote wie beispielsweise Speckstein bearbeiten, Batiken und Upcycling fanden bereits vor dem Bürger- und Gästehaus in Schliengen statt. In den folgenden Wochen folgen noch Angebote, die ausschließlich im Freien stattfinden wie eine Schnitzeljagd, eine Wildkräuterwanderung und eine Führung mit einer Biologin.

Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen treffen sich zwangsläufig draußen, mit Problemen wie zuletzt in Stuttgart und Frankfurt. Ist in Schliengen die Welt noch in Ordnung?

Das Leben in Schliengen ist sicher noch etwas anders als in den Großstädten. Natürlich haben auch hier Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene unter dem Lockdown gelitten. Da gibt es nichts zu beschönigen. Es sind mir aber keine auch nur im Ansatz vergleichbaren Fälle wie in Stuttgart oder Frankfurt zu Ohren gekommen.

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