Schliengen - Vor rund zwei Jahren haben die umfangreichen Modernisierungsarbeiten bei den Sportfreunden Schliengen begonnen. Seitdem wurde Beachtliches auf die Beine gestellt. Mit viel Eigenleistung hat der Verein zunächst das Clubheim saniert und in diesem Jahr schließlich den neuen Winterrasenplatz realisiert. Bei all dem im Blick hat der Verein das große Jubiläum, das 2019 ansteht: 100 Jahre Sportfreunde Schliengen.

Das Datum für die Feierlichkeiten steht bereits: Am letzten Juli-Wochenende (26. bis 28. Juli) soll das Vereinsjubiläum drei Tage lang gebührend gefeiert werden, berichtet Vorstandsmitglied Renate Sudhölter.

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Jubiläumswochenende

Am Freitagabend ist ein offizieller Empfang mit Ehrungen und Ansprachen vorgesehen. Der Samstag soll dem Aktivfußball gewidmet sein. Dazu läuft auch eine Anfrage in der Partnergemeinde Nidau. Angedacht ist zudem, dass eine Regionalauswahl mit höher klassig spielenden Fußballern antritt. Abends ist eine Party geplant. Der Sonntag soll im Zeichen des Jugendfußballs stehen. Außerdem wird sich die Volleyballabteilung präsentieren.

Der Verein will jetzt in die konkreten Planungen einsteigen. Bisher waren sämtliche Kräfte durch die Modernisierungsarbeiten gebunden, die „viel Zeit und Geld“ kosteten, wie Vorsitzender Werner Krause im Gespräch mit unserer Zeitung deutlich machte.

Winterrasen

Dank viel Eigenleistung konnten die Kosten für den Winterrasenplatz auf 125 000 Euro gedrückt werden. Die Vereinsmitglieder kümmerten sich vor allem um die Außenanlagen: Der Zaun wurde komplett erneuert. Außerdem galt es, rund um den Platz 900 Quadratmeter Pflasterarbeiten zu leisten. Insgesamt waren 77 Helfer im Einsatz, die zusammen 1100 Stunden ehrenamtliche Arbeit leisteten, berichtet Krause. Der Einsatz hat sich indes gelohnt: „Die Spieler sind sehr begeistert und zufrieden“, berichten Krause und Kassenwartin Doris Meier von den durchweg positiven Reaktionen. „Es ist ein ganz anderes Gefühl darauf zu kicken“, so Vorstandsmitglied Meier. Seit Oktober kann darauf gespielt werden.

Vorteil des Winterrasens ist es, dass der Platz auch in der kalten Jahreszeit bespielbar bleibt. Er ist wetterresistenter. Dank des speziellen Untergrunds, der auf einer Humusschicht basiert, fließen Regenfälle schneller und besser ab. Während ein herkömmlicher Rasenplatz bei entsprechenden Niederschlägen sehr tief werde, bleibt ein Winterrasen eben.

Spenden

Die Gemeinde hat den Winterrasen mit einem Zuschuss von 92 500 Euro maßgeblich unterstützt. Um das Projekt stemmen zu können, hat der Verein außerdem die Spenden-Aktion „Meine Winterrasen-Parzelle“ angestoßen, die nach wie vor läuft. Neben privaten Spenden haben auch Unternehmen das Projekt unterstützt: Die Schliengener Firma M. Brendlin hat 2500 Euro gespendet, das ebenfalls lokale Unternehmen Design-1810 unterstützte mit 850 Euro. Außerdem gab es 500 Euro von der Firma Moser aus Freiburg, dem Arbeitgeber des Vorsitzenden.

Sanitärtrakt kommt später dran

Ursprünglich hatte der Verein geplant, zum Jubiläum auch noch den Sanitär- und Umkleidetrakt zu sanieren. Das werde man aber wohl nicht mehr schaffen. „Wir brauchen erst mal etwas Zeit, um Luft zu holen“, so Vorsitzender Krause. Speziell die Clubheim-Sanierung sei ein großer Kraftakt gewesen, bei der noch deutlich mehr an Eigenleistung als beim Winterrasen gestemmt wurde. „Auch wollen wir die finanzielle Lage nicht überstrapazieren“, sagt Renate Sudhölter. Um das Projekt „Neue Umkleiden“ stemmen zu können, sei der Verein auf weitere Spenden angewiesen.

„Wir sind zufrieden mit dem, was wir in den vergangenen zwei Jahren auf die Beine gestellt haben – das war einiges“, betont der Vorsitzende der Sportfreunde, die insgesamt rund 500 Mitglieder zählen. Der Umbau des Hartplatzes in einen Winterrasenplatz sei ein „wichtiger Schritt nach vorne“ gewesen und ein wichtiger Beitrag, als Verein attraktiv zu bleiben.