Schliengen Kranführer abgestürzt

Foto: sba Foto: Weiler Zeitung

Der seit rund zwei Wochen vermisste 82-jährige Mann aus Bad Bellingen ist am Samstag tot aus dem Altrhein geborgen worden. Ebenfalls einen größeren Einsatz der heimischen Feuerwehr zur Folge hatte kurz zuvor ein Arbeitsunfall, bei dem ein Kranführer in Schliengen in die Tiefe gestürzt war und aus 15 Metern Höhe geborgen werden musste.

Von Marco Fraune

Bad Bellingen/Schliengen. In Schliengen mussten die Feuerwehren aus Bad Bellingen, Schliengen sowie Müllheim ab 12.35 Uhr einen Kranfahrer aus 15 Metern Höhe retten, da dieser von seinem 30 Meter hohen Kran zur Mittagspause abgestiegen und offenbar dann ausgerutscht war. Auf halber Höhe fing ihn ein Fallschutz ab, wobei er sich schwer verletzte.

Da die direkte Anfahrt an den Kran nicht möglich war, konnte eine Rettung über die Drehleiter nicht erfolgen. „Um die Person trotzdem schnellstmöglich zu retten, wurde die Höhensicherungsgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Müllheim mitalarmiert“, heißt es im Einsatzbericht. Hierbei kam eine Korbtrage zum Einsatz, nachdem ein DRK-Notarzt den Kranführer erst einmal versorgt hatte. Der Verletzte wurde später ins Krankenhaus eingeliefert. Der Einsatz dauerte rund zwei Stunden.

Intensiv nach Vermisstem gesucht

Die Feuerwehren Bad Bellingen, Schliengen und Neuenburg sowie Kandern sind am Samstag an den Altrhein gerufen worden. Gegen 14.48 Uhr war zwischen Bad Bellingen und Schliengen eine leblose Person im Rhein gemeldet worden. Die Person konnte auf der Gemarkung Neuenburg geborgen werden. Auch die DLRG-Gruppe Weil am Rhein war hier im Einsatz, der insgesamt eine Stunde dauerte, wie es im Einsatzbericht heißt. Die Einsatzstelle wurde der Polizei sowie der Feuerwehr Neuenburg übergeben.

„Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit“ handelt es sich um die seit dem 17. Mai vermisste Person, erklärte der Kriminaldauerdienst am Sonntag auf Nachfrage unserer Zeitung. Schon im Rahmen der auch mit Lichtbild erfolgten Suche hieß es, dass nicht auszuschließen sei, dass sich der Mann in einer hilflosen Lage befindet, da er auf Medikamente dringend angewiesen sei. Fahndungsmaßnahmen der Polizei und weiterer Rettungsdienste folgten. „Trotz intensiver Fahndungsmaßnahmen konnte der Vermisste noch nicht gefunden werden“, hieß es nach einer Woche. Zu den Umständen des Todes konnte die Polizei am Sonntag noch keine Auskünfte machen.

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