Schliengen Lieler Fußgänger leben gefährlich

Alexander Anlicker
Fußgänger müssen mangels Gehweg auf der vielbefahrenen Landstraße laufen. Foto: Alexander Anlicker

Die Fußgänger – insbesondere Kinder und Senioren - leben in Liel gefährlich, lautet das Fazit der zweiten Begehung im Rahmen des Fußverkehrs-Checks am Mittwochnachmittag im größten Ortsteil von Schliengen.

Von Alexander Anlicker

Schliengen-Liel. Beim Rundgang mit Planerin Jule Engelmann, Bürgermeister Christian Renkert, Ortsvorsteher Otmar „Henry“ Sprich, Bauamtschef Thomas Wehner sowie Gemeinde- und Ortschaftsräten nutzten interessierte Bürger die Gelegenheit, auf Gefahrenstellen hinzuweisen. Besonders heikel ist die Situation entlang der durchs Dorf mäandernden Hauptstraße, an der es nur schmale und vielerorts sogar gar keine Gehwege gibt.

Erste Station war die Kreuzung Hauptstraße/Eggener Straße. Menschen, die südlich der Hauptstraße wohnen, queren hier die Straße zur Bushaltestelle. Gefährlich wird dies, da die Hauptstraße von Schliengen kommend kurz nach der Kreuzung um rund 45 Grad nach rechts schwenkt. Durch die Kurve ist die Straße nur sehr schwer einsehbar. Selbst für den motorisierten Verkehr ist es eng, wenn sich beispielsweise Bus und Lastwagen begegnen. Weiteres Problem ist der recht schmale Gehweg auf der Südseite der Straße.

Zweite Station war der nur wenige Meter entfernte Dorfbrunnen, wo sich die Bushaltestelle in Fahrtrichtung Kandern befindet. Dort knickt die Straße um 90 Grad nach links. Auch hier ist das Problem, dass die Straße für Fußgänger schlecht einsehbar ist.

Ein Vorschlag war, auf Höhe der ehemaligen Bäckerei einen Zebrastreifen anzubringen. Fußgänger könnten dort die Hauptstraße queren und dann die Kirchstraße entlang gehen. Gemeinderat Bodo Zimmermann wäre sogar bereit seine Gartenmauer zurückzuversetzen, um den schmalen Gehweg zu verbreitern.

Fehlende Gehwege

Weiter ging es entlang der Hauptstraße in Richtung Schule. Hier gibt es den größten Teil des Weges gar keinen Gehweg. Angesichts der bis zur Straße reichenden Bebauung auf der Südseite der Straße besteht nur die Möglichkeit auf der Nordseite einen Gehweg zu bauen. Dies setzt allerdings voraus, dass die Grundstückseigentümer bereit sind, die benötigten Flächen an die Gemeinde zu verkaufen. Zudem müsste die Gemeinde dann an einigen Stellen Stützmauern versetzen.

Ein Bürger wies darauf hin, dass gerade in diesem Bereich des Orts die ältesten Gebäude zu finden sind. Für einen historischen Dorfrundgang ist die Verkehrssituation jedoch aktuell zu gefährlich.

Bei der Schlossgartenhalle macht die Hauptstraße einen Knick um mehr als 90 Grad. Problematisch ist hier, dass der Gehweg auf der Westseite der Hauptstraße nicht durchgehend bis zur Kirchstraße führt. Für Fußgänger, die von der Kirchstraße kommend die Hauptstraße überqueren wollen, ist die Straße schlecht einsehbar. Zudem sind Autos häufig zu schnell. Unter anderem wurde daher angeregt, das Ortsschild weiter in Richtung Sportplatz zu versetzen und auf der ganzen Hauptstraße Tempo 30 einzuführen.

Schulwegplan

Die Planerin empfahl der Gemeinde als erste schnell umsetzbare Maßnahme die Erstellung eines Schulwegplans.

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