Schliengen Preiswerter Putz statt Holzfassade

Nach den Sommerferien soll mit den Arbeiten für die Erweiterung der Grundschule in Niedereggenen begonnen werden. Foto: Anlicker Foto: Weiler Zeitung

Von Alexander Anlicker

Schliengen-Niedereggenen. Die Schliengener Gemeindeverwaltung drückt bei der Erweiterung der Grundschule in Niedereggenen aufs Tempo. In der Juli-Sitzung wurde bereits der Rohbau ausgeschrieben, jetzt ging es unter anderem um die Fassadengestaltung und die Beantwortung offener Fragen aus der vorangegangenen Sitzung.

Die Planer Sarah Müller und Hajo Frings vom Büro „Lengs.Frings.Partner.Architekten“ gingen unter anderem auf die Themen Barrierefreitheit, die Fassadengestaltung und den Bauzeitenplan ein.

Der ursprüngliche Plan hatte einen barrierefreien Zugang auch zur Halle durch den Erweiterungsbau vorgesehen. Damit stände der Erweiterungsbau bei abendlichen Veranstaltungen offen. Jetzt stellt die Planerin eine Alternativlösung vor, diese verlängert die vorhandende steile Rampe. Zugleich soll am Ende der Rampe noch eine Einhausung für Müllbehälter entstehen. Hierfür müssten die Parkplätze etwas anders angeordnet werden.

Gemeinderat Bodo Zimmermann (CDU) regte zwei barrierefreie Zugänge für den Bestands- und den Erweiterungsbau an. Der neue Standort der Rampe wurde vom Gremium gutgeheißen. Jetzt soll geprüft werden, was günstiger sei, der Bau einer zweiten Rampe zum Erweiterungsbau oder die Kombination aus Rampe und Schließanlage, wie Thomas Sattler (Freie Wähler) vorschlug.

Kontrovers diskutiert wurde die Fassadengestaltung. Planerin Müller stellte als günstigere Alternative zu den ursprünglich geplanten mineralischen Fassadenplatten eine Holzfassade mit vorpatinierten Brettern vor. Diese passe besser zur Holzbauweise des Erweiterungsbaus und sei auch gut für das Raumklima.

Die Holzfassade kostet zwischen 200 und 230 Euro pro Quadratmeter und ist günstiger als die ursprüngliche Variante, die mehr als 300 Euro pro Quadratmeter gekostet hätte.

Allerdings kostet eine normale verputzte Wand nur 70 Euro pro Quadratmeter, wie die Planerin auf Nachfrage von Gemeinderat Rolf Berner einräumte. Bis auf die Grünen Ratsmitglieder Georg Hoffmann und Karsten Willmann stimmten die Ratsmitglieder letztlich für die Putz-Lösung. Wäre die Haushaltslage wegen Corona nicht angespannt, hätte er auch für die Holzfassade plädiert, brachte es Gemeinderat Sattler auf den Punkt.

Letztlich stimmte der Gemeinderat auch dem Vorschlag zu, die Verwaltung mit der Ausschreibung der übrigen Gewerke zu beauftragen. Die offenen Fragen, wie der Standort der Wärmepumpe im Neu- oder Altbau, sollen im Zuge der Ausschreibung noch geklärt werden, versprach Bürgermesiter Christian Renkert.

Auch stimmte das Gremium der Bildung eines Bemusterungsausschusses zu, dem je ein Mitglied und ein Vertreter jeder Gemeinderatsfraktion, Bürgermeister, Bauamtsleiter, Ortsvorsteher und Architekt angehören.

Im September soll mit der Vorbereitung des Baugrundstücks begonnen werden, die Rohbau- und Kanalarbeiten sollen dann von Oktober bis zum Jahresende starten, erläuterte Architekt Frings. Ab Januar beginnen die Holzbauarbeiten. In den nächsten Sommerferien sollen dann die Umbauarbeiten im Bestand stattfinden.

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