Schliengen Sportler packen an

Foto: Alexander Anlicker Foto: Weiler Zeitung

Auf dem Sportgelände des SV Liel-Niedereggenen in Liel tut sich was. Derzeit wird das Rasenspielfeld saniert.

Von Alexander Anlicker

Schliengen-Liel. Heiko Stoll, Vorsitzender des rund 500 Mitglieder zählenden Vereins, äußert sich im Gespräch mit unserer Zeitung über die Arbeiten auf dem Vereinsgelände und die Situation des Vereins in der Pandemie.

Frage: Welche Arbeiten stehen derzeit im Zuge der Sanierung des Rasenplatzes an?

Die gesamte Rasenplatzfläche wird eingeebnet, tiefengelockert, gedüngt und gleichzeitig mit Unkrautvernichter behandelt, mit mehr als 50 Tonnen Sand eingesandet sowie neu eingesät. Außerdem wird ein zweiter Wasserentnahmepunkt für die Platzberegnung erstellt, die dazu benötigte Zuleitung wurde in Eigenregie verlegt.

Frage: Es hat sich im vergangenen Jahr trotz Corona einiges auf dem Sportgelände und im Clubheim getan. Was wurde alles gemacht?

Im vergangenen Herbst stand eine größere Sanierung des Kunstrasens an. Zusätzlich wurde in den vergangenen Monaten der komplette Spielerkabinentrakt einschließlich Schiedsrichter-Kabine und Toilettenanlage modernisiert. Sämtliche Holzdecken wurden entfernt, die Decken neu gedämmt und verkleidet. Ebenfalls neu gestaltet wurden der Besprechungsraum sowie der Materialraum. Dazu kam die Neuausstattung des Wirtschaftsraums mit Stühlen und Tischen.

Frage: Was steht als nächstes an?

Als nächstes steht die Anschaffung eines neuen Rasenmähers an. Da es sich hier um eine ziemlich große Summe handelt, würden wir uns freuen, wenn sich der ein oder andere Spender dafür finden würde (siehe „weitere Informationen“).

Weitere in Zukunft geplante Arbeiten sind die Umstellung des Flutlichts auf LED-Technik, der Einbau einer neuen Heizung samt neuer Wasserleitungen für die Dusche sowie die Erneuerung des Ballfangzauns zum Parkplatz.

Frage: Waren die Arbeiten alle geplant oder nutzen Sie die coronabedingte Fußball-Zwangspause, um das Sportgelände auf Vordermann zu bringen?

Es handelt sich hier um länger geplante Aktionen. Sicherlich hat die Zwangspause dazu beigetragen, in dieser Zeit motivierte Vereinsangehörige für die Arbeiten zu begeistern.

Frage: Sind die Mitglieder in Zeiten von Corona noch zu motivieren?

Der SV Liel/Niedereggenen verfügt seit langer Zeit über einen harten Kern mehrerer Mitglieder, die bei Arbeitseinsätzen immer dabei sind. Auch bei den jetzigen Arbeiten gab es da kein Nein zu hören. Erfreulicherweise haben sich viele junge Spieler, vorwiegend aus der A-Jugend, unter der Leitung des künftigen Aktivtrainers Chris Dunke stark engagiert.

Frage: Wie finanzieren Sie die Baumaßnahmen? Das Clubheim dürfte gerade pandemiebedingt wenig abwerfen.

Der Verein hat sich finanziell in den vergangenen Jahren gut aufgestellt. Mit viel Weitblick werden die Finanzen behandelt. Hier haben wir mit Stefan Riesterer einen hervorragenden Schatzmeister. Bereits im Jahr 2016 hatte mein Vorgänger, Matthias Mayer, ein zweckgebundenes Rücklagenkonto über eine Erhöhung des Mitgliedsbeitrags eingeführt. Diesen bis zum vergangenen Jahr eingenommen Betrag konnten wir somit für die Sanierung des Kunstrasens verwenden, ohne dass uns dies finanziell größer belastet hat.

Frage: Für die Aktiven ist die aktuelle Runde abgesagt, wie geht es sportlich weiter beim SV Liel-Niedereggenen?

Bereits zum zweiten Mal sind wir Nutznießer einer abgebrochenen Saison im Aktivbereich. Wir hatten zwei turbulente Jahre mit Trainerwechseln und zahlreichen Spielerabgängen. Da wir unseren Aktivspielern keine finanziellen Zuwendungen bezahlen, ist es schwer, Neuzugänge zu bekommen. Darauf haben wir reagiert und mit Chris Dunke für die kommende Saison einen jungen und hoch motivierten Trainer verpflichtet. Mit vier Spielern aus der eigenen A-Jugend und einigen externen Neuzugängen haben wir Wert auf junge und motivierte Spieler gelegt. Kein Neuzugang ist älter als 20 Jahre.

Frage: Wie froh und motiviert waren die Kinder und Jugendlichen unter 14 Jahren, dass sie wieder trainieren können?

Nach der Erlaubnis, das Training für die jüngeren Jugenden wieder aufzunehmen, hatten wir doch ein paar Wochen wieder eine gewisse Normalität im Trainingsbetrieb. Die Spieler und Trainer der E- und D-Jugend waren mit Begeisterung und Einsatz dabei. Leider ist das Training jetzt wieder aufgrund der neuen Situation beendet. Wir hoffen jedoch darauf, dass beim Neustart wieder alle mit Freude und motiviert dabei sind.

Frage: Was tun die älteren Jugendmannschaften, um fit zu bleiben?

Die älteren Jugenden kamen leider coronabedingt etwas zu kurz. Der Verein hatte verschiedene Online-Trainingsprogramme angeboten, welche auch von einigen der Jungs genutzt wurden. Durch die Arbeitseinsätze auf dem Sportgelände – natürlich unter Corona-Bedingungen – konnte man sich doch wenigstens ab und zu sehen.

Weitere Informationen: Wer den Verein bei der Anschaffung eines neuen Rasenmähers unterstützen will, kann auf das folgende Konto spenden: Volksbank Dreiländereck, IBAN DE67 6839 0000 0003 7231 00, mit dem Vermerk Spende Rasenmäher

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