Schliengen Verlässlichkeit geht vor Preis

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Für ein Vordach am Waldkindergartenwagen muss noch ein Prüstatiker ran. Foto: Bötsch

Schliengen (anl). Die Kindergartengebühren sind für die Eltern kein Thema, wichtiger sind diesen verlässliche Betreuungszeiten um Arbeit und Kinderbetreuung miteinander vereinbaren zu können. Im Schliengener Gemeinderat war daher die Erhöhung der Beiträge ab Januar für die Kindertagesstätten kein Thema und wurde einstimmig beschlossen. Mit einer pauschalen Erhöhung um 3,9 Prozent werde auch ein besserer Kostendeckungsgrad erreicht. Dieser liegt aktuell bei rund 16 Prozent, der Städte- und Gemeindetag sowie die Kirchen empfehlen eine Kostendeckung von 20 Prozent.

Die Gebühren für die Kleinkindbetreuung in der Krippe oder und von Zweijährigen in einer altersgemischten Kindergartengruppe reichen von 317 Euro für eine tägliche Betreuungszeit von fünf Stunden bis zu 597 Euro für neuneinhalb Stunden. Bisher lagen die gestaffelten Beträge zwischen 305 und 575 Euro. Besuchen zwei oder mehrere Kinder die Kleinkindbetreuung, wird ab dem zweiten Kind eine Ermäßigung von 50 Prozent gewährt.

Die Gebühren für die Kindergartenkinder reichen von 109 Euro für fünf Stunden Betreuung bis 260 Euro für neuneinhalb Stunden. Bei zwei oder mehr Kindern im Kindergartenalter sind ab dem zweiten alle Kinder frei.

Auch die Ortschaftsräte haben zuvor der Erhöhung zugestimmt. Dort wurden jedoch die zusätzlichen Regenrationstage kritisiert. Im aktuellen Tarifvertrag wurden Erziehern zwei zusätzliche freie Tage zugebilligt. Die Regenerationstage für 2022 sollen noch in diesem Jahr genommen werden. Dies hat für die Eltern zur Folge, dass sie an zwei Tagen zusätzlich die Kinderbetreuung organisieren oder gar Urlaub nehmen müssen.

Die Regenerationstage erst im nächsten Jahr zu nehmen, verschiebe nur das Problem, meinte Bürgermeister Christian Renkert.

Wissen wollten die Gemeinderäte, wann der Waldkindergarten seinen Betrieb aufnimmt. Noch in diesem Jahr betonten Bauamtsleiter Wehner und Bürgermeister Christian Renkert. Das Problem sei, dass die Baurechtsbehörde des Landratsamts mit ihren Fragen nicht gesammelt, sondern „scheibchenweise“ gekommen sei.

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