Schliengen Weingut erstrahlt in neuem Glanz

Jutta Schütz
Martin Männer, Inhaber des Weinguts Blankenhorn, lädt mit seinem Team am 3. Juli zur Neueröffnung und Besichtigung der renovierten Gebäude und auch des Weinkellers ein. Foto: Jutta Schütz

Wer die gelungene Renovierung und den attraktiven Umbau des Weinguts Blankenhorn über Jahre mitverfolgt hat, kann nun zur offiziellen Eröffnung am Sonntag, 3. Juli, zwischen 12 und 17 Uhr, das Weingut besichtigen und an Führungen und Verkostungen teilnehmen. Inhaber Martin und Yvonne Männer und ihr Team freuen sich darauf, viele Gäste aus Schliengen und der Umgebung begrüßen zu können.

Von Jutta Schütz

Schliengen. Wer das Weingut vom Ortskern aus gesehen über die neue Außentreppe betritt, kommt ins Staunen. Im alten Hauptgebäude ergänzen sich moderne und historische Elemente. Männers haben sich zusammen mit den Planern bemüht, in neu geschaffenen Räumlichkeiten alte Strukturen zu bewahren und zu integrieren. Der Innenhof überzeugt als Aufenthaltsbereich, der neuere und der historische Weinkeller sind echte Hingucker. „Wir möchten unseren Gästen gerne die Räumlichkeiten und Keller zeigen und sie letztendlich auch davon überzeugen, hier vielleicht einmal einzukehren“, teilt Martin Männer mit. Neben Wein- und Sektverkostungen mit Weinen verschiedener Jahrgänge, die ausgeschenkt werden, übernehmen am Sonntag „Emma’s Kitchen“ und „Bommels“, beide aus Binzen, das Catering.

Vor rund 200 Jahren hieß das Weingut Blankenhorn noch „Zum Baselstab“ und war, gelegen am Aufstieg des Schliengener Bergs, Wirtshaus sorgar Post- und Pferdeumspannstation an der ehemaligen Reichschaussee, die von Basel nach Frankfurt/Main führte. Im Jahr 1847 wurde das Wirtshaus von Weinhändler Johann Friedrich „Fritz“ Blankenhorn gekauft. Die Familie Blankenhorn bewirtschaftete das Anwesen über fünf Generationen, bis Roy Blankenhorn, deren Töchter andere Berufswege einschlugen, es 2014 an Martin Männer verkaufte. Männer stammt von einem Kaiserstühler Weingut, ist aber Jurist und damit Quereinsteiger in Sachen Weinbau. Seine Frau, Yvonne Männer, ist Kellermeisterin und Önologin.

Die Wiedereröffnung der Räumlichkeiten für Gäste, Kunden und Bürger war bereits für 2020 geplant gewesen. Die Corona-Pandemie, aber auch viele „Überraschungen in der Bausubstanz, beim Brandschutz und Ideen, wie man damit umgeht“, sagt Männer, sorgten für Verzögerungen. Neue Decken wurden eingezogen, ein im Gebäude integrierter ehemaliger Turmbau wurde erhalten und saniert, ein Aufzug wurde eingebaut. Vorhandene historische Bauteile, wie etwa Holzwände aus dem ehemaligen Kuhstall oder eine große Hobelbank fanden neue Verwendungsmöglichkeiten. Ganz zuletzt wurde nun das Außengelände im Eingangsbereich von Vinothek und Weinbar mit einer weitläufigen Treppe und einem Wasserlauf neu angelegt. Für die Innenräume hatten sich Männers dazu entschieden, diese zu klimatisieren, denn „das Weingut liegt sehr sonnig und im Sommer kann es auch hinter dicken alten Mauern sehr heiß werden“, berichtet Männer.

Die ersten Veranstaltungen konnte das Blankenhorn-Team schon ausrichten, Firmen und Handwerkerbetriebe buchten Räumlichkeiten, Catering und Verkostung für ihre Gäste. „Was auch sehr gut ankommt, sind unsere After-Work-Angebote, jeweils donnerstags und freitags zwischen 16 und 22 Uhr. Ein Renner bei unseren Gästen in Sachen Essensangebot ist dabei derzeit der ‚Guglhupf-Burger‘“, verrät Männer. Dem Weingutbesitzer ist klar, dass man für ein ausgeweitetes Angebot auch das entsprechende Personal haben muss. „Uns geht es genauso wie Hoteliers und Gastronomen, denn gutes, verlässliches Personal im Küchenbereich oder aus dem Restaurantfach ist schwer zu finden“, sagt er.

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