Schliengen Willi Stächele „Heute ist man Weltbürger“

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Schliengen. Der Landtagsabgeordnete, ehemaliger Landtagspräsident und ehemalige Minister Willi Stächele war kürzlich beim Stammtisch des CDU-Ortsverbands Schliengen zu Gast.

Der aus Rheinweiler stammende Politiker gehört seit 30 Jahren dem baden-württembergischen Landtag an und zählt somit zum Inventar des Stuttgarter Parlaments. In dieser Zeit hatte er viele hochrangige Ämter inne, wie zum Beispiel das Amt des Landwirtschaftsministers, des Finanzministers und zuletzt das des Landtagspräsidenten. Momentan ist er Vorsitzender des Ausschusses für Europa und Internationales.

Im Rahmen seiner Rede verriet Willi Stächele amüsante Details seines Jubiläumsempfangs mit Regierungsfreunden in Stuttgart und blickte auf seine Anfangszeit als Parlamentarier zurück. So verriet er, dass sein erster politischer Mitarbeiter als junger Abgeordneter der heutige Innenminister Thomas Strobl war und zeigte Bilder seines ersten Wahlkampfes Anfang der 1990er Jahre. Willi Stächele betonte seine Verbundenheit zum Badenerland und zeigte gleichauf seine globale Sicht der Dinge. „Im Herzen Badener, vom Verstand Baden-Württemberger, im Prinzip Deutscher und eigentlich Europäer. Heute ist man Weltbürger“, sagte er. Weiterhin referierte er auch über aktuelle Themen wie den Ukraine-Krieg und gab an, dass er bis zum letzten Tag nicht an eine Invasion der Russen glauben konnte. In lockerer Atmosphäre beantwortete Stächele weitere Fragen der Anwesenden bei einem Glas Wein. Namens der Gastgeber bedankte sich Höveler und der Vorsitzende der CDU Bad Bellingen, Emil Schilling, für den Besuch Stächeles mit einem Markgräfler Weinpräsent.

Zuvor nutzte der örtliche Parteivorsitzende Gerrit Höveler die Begrüßung für einen kurzen Rückblick auf das „aufregende“ Wahljahr 2021. Als einzig positives Signal der vergangenen Landtags- und Bundestagswahlen benannte Höveler die Tatsache, dass es die Abgeordneten des eigenen Wahlkreises, Diana Stöcker und Patrick Rapp, in die jeweiligen Parlamente geschafft haben und das Markgräflerland weiterhin in Berlin und Stuttgart vertreten ist.

Im Anschluss an den Vortrag von Stächele nutzte Höveler die Gelegenheit, um sich bei Bernhard Ströbele für seinen jahrzehntelangen kommunalpolitischen Einsatz zu bedanken. Ströbele war 18 Jahre im Gemeinderat Schliengen tätig und 33 Jahre im Ortschaftsrat seines Heimatortsteil Niedereggenen, davon 13 Jahre als Ortsvorsteher. Überraschend legte Ströbele im Februar aus familiären Gründen alle seine politischen Ämter nieder. Höveler würdigte die Tätigkeiten Ströbeles und sprach ihm Wertschätzung für sein Engagement aus. „Die CDU verliert einen eingefleischten Kommunalpolitiker an wichtiger Schaltstelle und den Stimmenkönig aus dem Eggenertal. Die Bürger verlieren einen geschätzten Ansprechpartner und Macher“, sagte Höveler. Unter Applaus der Anwesenden nahm Ströbele einen Präsentkorb und eine Urkunde entgegen. Auch Willi Stächele ließ es sich nicht nehmen, Ströbele für seine jahrelangen politischen Aktivitäten zu danken.

Im weiteren Verlauf ehrte der Vorsitzende zudem noch die Mitglieder Erwin und Ursula Merck für 25 Jahre Mitgliedschaft und dankte für treue Verbundenheit, ehe die Anwesenden in Gesprächsrunden den Abend ausklingen ließen.

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