Schliengen-Obereggenen - Mit neuen Angeboten startet Schloss Bürgeln ins Jahr 2019. Unter dem Motto „Bürgeln in Bewegung“ findet zum Beispiel erstmals ein Tanzkurs in den historischen Gemäuern statt. Ziel ist, „mehr Leben ins Schloss zu bringen“, meinte Melanie Vollmer, Leiterin der Schlossverwaltung, im Gespräch mit unserer Zeitung. Gestoppt werden soll damit auch der erneute Besucherrückgang.

„Wir wollen künftig jedes Jahr unter ein Motto stellen und darauf unser Programm aufbauen“, erläuterte Vollmer, die in der Schlossverwaltung von Susanne Munz unterstützt wird. Zum Team gehört auch Hausmeister Sepp Nunninger.

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Verschiedene Workshops

Für 2019 ist dem Motto entsprechend eine Reihe von Bewegungsangeboten geplant. Unter anderem soll in Zusammenarbeit mit der Tanzschule Kandern ein Tanzkurs stattfinden. Dieser soll drei Termine umfassen und 55 Euro kosten. Außerdem sollen in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsforum Kandern verschiedene Workshops angeboten werden: am 5. Mai Pilates, am 2. Juni Qi Gong und am 7. Juli Yoga. Darüber hinaus seien weitere Bewegungsangebote in Planung, verwiesen wird etwa auf ­E-Bike-Touren.

Generell ist man bestrebt, noch mehr Gruppenangebote zu schaffen. Hierzu sollen Busunternehmen mit ins Boot geholt werden.

Ins Programm gestartet wird am 20. Januar mit einer Fackelwanderung rund ums Schloss unter Leitung von Frieder Kuhn. Auch diese findet erstmals statt.

Erneuter Besucherrückgang

Mit neuen Ideen wollen die Verantwortlichen das Programm noch attraktiver gestalten und das Schloss weiter beleben. Die Verwaltung will damit auch dem erneuten Besucherrückgang entgegensteuern. So wurden im vergangenen Jahr rund 9000 Besucher im Schloss gezählt, darunter 1000 Kinder. Zusätzlich zu den öffentlichen Führungen waren 76 Gruppen zu Führungen angemeldet.

Zum Vergleich: Im Rekordjahr 2014 wurden rund 14 500 Besucher gezählt, 2016 rund 10 000 Besucher.

Die Erfahrung zeige, dass die Besucherzahlen auch vom Wetter abhängen, berichtet Vollmer. „Es darf nicht zu heiß oder zu nass sein.“ Auch wirkten sich die Hochzeitsveranstaltungen auf die Bilanz aus, „denn dann ist das Schloss für die Öffentlichkeit geschlossen“.

Beliebt bei Brautpaaren

Schloss Bürgeln ist ein beliebter Hochzeitsort: Von den insgesamt 59 Ehen, die 2018 in der Gemeinde Schliengen geschlossen wurden, gaben sich 23 Paare auf Schloss Bürgeln das Ja-Wort. Für 2019 stünden indes noch einzelne Termine für Trauungen zur Verfügung, berichtet Melanie Vollmer.

Als Erfolg und einen Höhepunkt im Veranstaltungsjahr 2018 konnte die Schlossverwaltung auch die Hochzeitsmesse verbuchen, die erstmals auf Bür­geln ausgerichtet wurde. Die zweite Auflage ist für den 25. März geplant.

Saisonbeginn im März

Im Januar befindet sich Schloss Bürgeln weitgehend im „Winterschlaf“. Ab Februar werden wieder am Wochenende Führungen angeboten, bevor am 1. März die Saison wieder losgeht.

Dann finden wieder – bis Ende November – täglich Führungen statt. Dafür sind die 19 ehrenamtlichen Schlossführer quasi „im Dauereinsatz“, berichtet Vollmer.

Im vergangenen Jahr wurden zudem wieder Sonderführungen angeboten, unter anderem zu den Kachelöfen (Hans-Jürgen Rung), außerdem unter dem Titel „Es blitzen die Sterne“ (Thomas Hofer) und „Bürgeln vom Dach bis zum Keller“ (Wolfram Hartig). Auch gab es wieder lyrische Gartenführungen, zu denen Ulrich Cochius, Reimund Kipar, Clemens Herrmann und Gerd Schaupp einluden.

Ehrenamt tragende Säule

Gemeinsam mit den zehn Gärtnern seien die Schlossführer tragende Säulen des Schlosses, so Vollmer. Die Gärtner haben im vergangenen Jahr – neben der Pflege der Beete – unter anderem dafür gesorgt, dass die Mauer des Schlossrestaurants gesichert wurde.

2018 sei es gelungen, fünf neue Schlossführer zu gewinnen. „Damit sind wir gut aufgestellt“, freut sich die Leiterin der Schlossverwaltung. Allerdings seien weitere Ehrenamtliche immer willkommen, macht sie deutlich.