Zehn Künstler präsentieren Gemälde verschiedenster Stilrichtungen, Skulpturen und Objekte aus Porzellan, Ton oder Filz bei der neuen Ausstellung „Sommergäste 2016“. Sie alle gehören dem VBK (Verein bildende Kunst) Lörrach an und fanden auf Einladung des Kunstforums Schliengen erstmals im Wasserschloss Entenstein zusammen. Von Silke Hartenstein Schliengen. Bei so vielen Künstlerpersönlichkeiten ergibt sich zwangsläufig ein großer Facettenreichtum. Verbindende Elemente sorgen dafür, dass die Gemälde und Skulpturen ihre eigene Wirkung entfalten oder miteinander in stimmige Korrespondenz treten. So zieht sich wie ein roter Faden das Thema „Sommer“ durch die Ausstellung. Ein verbindendes Element schafft zudem die Platzierung, deren Grundsteine die Organisatorin dieser Ausstellung, Sonia Illios Itten vom Kunstforum Schliengen, legte. Sie brachte auch diesmal die Besucher in Bewegung, diese konnten Zettel mit lyrischen Texten und Kunstwerke miteinander in Verbindung bringen. Ein roter Faden: das Thema „Sommer“ Sommerlich-erfrischend zeigt sich der Sitzungssaal. Hierfür sorgen Marga Golz’ großformatige Ölgemälde: Eine Taucherin inmitten bunter Korallenfische, eine träumend im Wasser treibende Frau, und fröhliche Kinderköpfe, die aus dem Badewasser herausragen. Dazu passt das Plätschern von Günter Rufs Keramikskulptur „S’ ruuscht im Kopf“, hier rieselt das Wasser eines Zimmerspringbrunnens durch einen oben offenen Kopf mit entspannter Miene. Auf der gegenüberliegenden Seite des Raums schaffen Brigitte Rosenthals textile Kunstwerke aus Filz und Seide mit ihren warmen Farben und reduziert-organischer Formgebung einen starken Kontrast. Verbindendes Element zwischen beiden Seiten sind Heike Mages Porzellanskulpturen – zarte Schalen in organischer Formgebung mit ihrem in prachtvollen Blau- und Grüntönen gehaltenem Innenleben. Surreal geht es im Eingangsbereich zu, etwa in Andreas Streuns Gemälde „Regentag im Wald“, wo je ein gigantisches Holzmandl und Steinmandl eine Hochspannungsleitung flankieren. Mit Streuns surrealen Acrylgemälden und Rufs ruhenden Frauenskulpturen geht es hinaus in den Erker, während sich im Gang mit Golz’ vierteiliger Fenster-Serie die Läden öffnen zu Einblicken in surreal belebte Interieurs. Gegenüber blicken Julia Moll-Rakus ausdrucksvolle Frauengestalten und -gesichter aus abstrahiert-floraler Umgebung heraus, und An­drea Paros duftig-leuchtende Blütenabstraktionen auf beidseitig bemaltem Acrylglas führen die Treppe hinauf zu Heinz Lüttins nachdrücklich-farbstarken Impressionen sommerlicher Szenen. Gemälde, Skulpturen und Objekte Auf dem Weg in das Erdgeschoss schaffen Ellen Mosbachers in klaren Farben gehaltene, symbolhaft-dynamische Vögel einen spannungsvollen Kontrast zu den gedeckten Tönen und der stillen Weite von Petra Pompés großformatiger Meereslandschaft „Evening Mood“. Unten angelangt, führt Pompé mit einer weiteren stillen Landschaft und spritzig-abstrakten Kompositionen die Kontrastwirkung fort.