Schliengen Zunehmend prekäre Familienverhältnisse

Schulsozialarbeit soll es künftig auch für die Grundschüler an allen drei Außenstellen der Hebelschule, wie hier in Liel, geben. Foto: Alexander Anlicker

Schliengen (anl). Die Gemeinde Schliengen will die Schulsozialarbeit an der Hebelschule von der Sekundarstufe auf den Grundschulbereich ausweiten, sofern die entsprechende Stelle bezuschusst wird.

Aufgrund zunehmend prekärer Familienverhältnisse wünscht die Hebelschule auch im Grundschulbereich eine präventive Schulsozialarbeit, heißt es in der Vorlage der Verwaltung.

Bislang beschäftigt die Gemeinde die Diplom-Sozialarbeiterin, Sozial- und Religionspädagogin Thea Rebholz als Schulsozialarbeiterin am Sekundarbereich der Hebelschule. Da sie direkt bei der Gemeinde angestellt ist, erhält die Gemeinde keine Fördergelder durch den Landkreis. Diese gibt es nur für die anerkannten Träger der freien Jugendhilfe.

Die Gemeinde hat daher ein Angebot für die Schulsozialarbeit an den drei Grundschulaußenstellen beim Diakonischen Werk des Landkreises Lörrach eingeholt.

Bislang seien die 42,75 Schulsozialarbeiterstellen im Landkreis jedoch gedeckelt, erläuterte Bürgermeister Christian Renkert. Mit dem Gemeinderatsbeschluss sollen die Voraussetzungen für eine rasche Antragsstellung geschaffen werden, sollte diese Deckelung fallen. Renkert verweist auf das „Windhundprinzip“ und hofft mit Beginn des Schuljahres 2022/23 eine Schulsozialarbeiterstelle für die drei Grundschulaußenstellen einrichten zu können.

Nach Ansicht der Diakonie müsste für die drei Außenstellen ein Stellenanteil von 50 bis 75 Prozent vorgesehen werden. Die Stelle wäre nicht mehr bei der Gemeinde, sondern bei der Diakonie angesiedelt. Eine Vollzeitstelle würde für die Gemeinde Schliengen mit 29 500 Euro zu Buche schlagen. Die gleiche Summe würde bei einer Förderung der Landkreis beisteuern und der Kommunalverband für Jugend und Soziales nochmals 16 700 Euro.

Bürgermeister Renkert griff die Anregung von Gemeinderat Karl-Ernst Seemann auf, die Schulsozialarbeiterin Thea Rebholz in eine der nächsten Sitzungen für einen Sachstandsbericht einzuladen.

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