Schönau 33 000 Zahnbürsten für Rumänien

Markgräfler Tagblatt, 14.11.2017 19:07 Uhr

Die Firma Sunstar- Interbros spendete dieser Tage an zwei Hilfsvereinigungen - die „humedica“ mit Hauptsitz in Kaufbeuren und die Hilfe für Osteuropa in Todtnau - insgesamt 33 000 Zahnbürsten mit einem Gesamtwert von 12 500 Euro.

Schönau. Rumänien ist nach wie vor eines der ärmsten Länder Europas und leidet unter vielfältigen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Problemen. Besonders die Kinder sind hiervon betroffen; jedes zweite rumänische Kind lebt in Armut. Unzählige leben unter prekären Bedingungen auf der Straße, viele von ihnen sind Waisen. Der Verdienst in Rumänien reicht oft nicht aus, um die Familie zu ernähren. Die Eltern können ihre Kinder nicht versorgen oder wandern ins EU-Ausland aus, um zumindest ein Minimum zu erwirtschaften. Die Kinder, die sogenannten „EU-Waisen“, bleiben alleine zurück.

Auch im Jahre 2017 will die Firma Interbros ihrer sozialen Verantwortung gerecht werden und unterstützt deshalb mit Sachspenden zwei Hilfsorganisationen bei ihrem Tun und Wirken in Osteuropa. Die „humedica“ aus Kaufbeuren ist eine internationale Nichtregierungsorganisation, die seit ihrer Gründung im Jahr 1979 in über 90 Ländern humanitäre Hilfe leistet. Ziel der Arbeit von „humedica“ ist es, Menschen zu helfen, die durch Katastrophen oder strukturelle Armut in Not geraten sind. Neben dem Schwerpunkt auf medizinischer Not- und Katastrophenhilfe engagiert sich „humedica“ auch im Bereich der Versorgungshilfe sowie in langfristigen Projekten der Entwicklungszusammenarbeit. Möglich wird diese Arbeit durch die Unterstützung ehrenamtlicher Einsatzkräfte und Helfer sowie lokaler Partnerorganisationen und Mitarbeiter in den einzelnen Projektländern.

Der gemeinnützige Verein Hilfe für Osteuropa Todtnau-Seelscheid (HfO) engagiert sich in den ärmsten Regionen Rumäniens und Moldawiens, indem er soziale und kirchliche Einrichtungen sowie Krankenhäuser unterstützt und private Patenschaften für notleidende Familien vermittelt. Der Verein leistet Hilfe an akut notleidende ebenso wie längerfristig bedürftige Einrichtungen in Osteuropa. Das sind insbesondere Krankenhäuser, welche die HfO mit medizinischem Gerät und Bedarf, Klinikbetten und Geldmitteln versorgt. Die Hilfsgüter werden gezielt an Adressen ausgeliefert, die den Vereinsmitgliedern bekannt sind und deren Seriosität überprüft wurde. Insgesamt wurden durch den Verein seit der Gründung circa 2500 Tonnen Hilfsgüter im Wert von 18 Millionen Euro geliefert. Der nächste Transport startet am 13. Dezember.

 
          0