Schönau 93 Prozent für Peter Schelshorn

Bürgermeisterwahl in Corona-Zeiten: Alexander Knobel (rechts), der Vorsitzende des Wahlausschusses, gratuliert Peter Schelshorn auf die in diesen Tagen bevorzugte Art zur Wiederwahl. Über die trotz der Einschränkungen ordentliche Wahlbeteiligung freut sich auch Denise Neumann, die Lebensgefährtin des Wahlsiegers. Foto: Peter Schwendele

Schönau - Die Wähler waren im Vorfeld aufgerufen worden, möglichst per Briefwahl abzustimmen. Das einzige  Wahllokal, das im Gymnasium eingerichtet war,  nahmen im Laufe des Tages von 1763 Wahlberechtigten dann auch nur 43 Wähler in Anspruch.

Insgesamt gaben 818 Schönauer ihre Stimme ab. 18 Stimmen wurden als ungültig gewertet, womit die Zahl der gültigen Stimmen bei exakt 800 lag. Von diesen entfielen auf Peter Schelshorn, den einzigen offiziellen Kandidaten, 744. Weitere Stimmen erhielten unter anderem Marika Prekur (neun), Alexander Knobel, Michael Schröder und Susanne Schindler (je fünf), Benedikt Renz (vier) sowie Michael Locker und Tanja Steinebrunner (je drei).

Der Wahlsieger bedankte sich nach der Bekanntgabe des Ergebnisses durch Alexander Knobel, den Vorsitzenden des Gemeindewahlausschusses, bei den Bürgern für die „doch sehr gute Wahlbeteiligung“. Es sei sein zentrales Anliegen, die Arbeit der letzten acht Jahre zum Wohle von Schönau fortzusetzen.

An die 30 bis 40 Besucher gerichtet, die sich auf dem Rathausplatz zur Verkündung des Wahlergebnisses eingefunden hatten, meinte Schelshorn, es tue ihm leid, dass es aufgrund der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie keine Wahlparty im üblichen Sinne geben werde. „Es ist ein bisschen ein blödes Gefühl, eine Wahl in diesen Zeiten zu machen“, räumte der alte und neue Bürgermeister freimütig ein.

Auch wenn eine Gratulationscour ausfiel, gab es doch ein paar warme Worte für den Wahlsieger, so etwa von Landrätin Marion Dammann, die Schelshorn „ein tolles Ergebnis trotz Corona“ bescheinigte. Sie empfahl, eine Wahlparty auf jeden Fall nachzuholen. Die Schönauer hätten durch ihr Abstimmungsverhalten gezeigt, dass sie mit den Leistungen ihres Bürgermeisters in dessen erster Amtszeit zufrieden waren.

Tatsächlich habe Schelshorn in den vergangenen acht Jahren dafür gesorgt, Schönau weiter nach vorne zu bringen, meinte Dammann und verwies auf Erfolge wie die Schaffung des Biosphärengebiets und ins Rollen gebrachte Großprojekte wie den Hallenneubau. Peter Schelshorn erfülle auch insofern eine anspruchsvolle Aufgabe, als er in seiner Funktion als Vorsitzender des Gemeindeverwaltungsverbands  Schönau (GVV) immer wieder Interessen bündeln müsse.

Auch dafür dankte Harald Lais, der stellvertretende Vorsitzende des GVV, dem Wahlsieger in seinen Ausführungen. Schelshorns Leitlinien, um den GVV fit für die Zukunft zu machen, seien unter anderem  Innovation und Bürgernähe. Aufgrund seiner Kompetenz habe er die Wahl souverän für sich entschieden, meinte Lais, und sicherte dem Wahlsieger die Unterstützung der GVV-Bürgermeister bei der  Bewältigung der künftigen Herausforderungen zu. Des Weiteren überbrachte Lais die Glückwünsche der Bürgermeister aus den Nachbarstädten Zell, Häg-Ehrsberg und Todtnau.

Alexander Knobel hatte bereits zu Beginn seiner Ausführungen darauf hingewiesen, dass es an diesem Abend bei einigen wenigen Wortmeldungen bleiben müsse, denn  das Coronavirus verhindere etwa Auftritte der Stadtmusik   oder des Fanfarenzugs. Auch die Feuerwehr musste darauf verzichten, dem Wahlsieger einen Baum zu stellen.

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