Schönau „Aufbruch zu neuen Ufern“

Der neue FW-Vorsitzende Isaac Hailperin (rechts) und der neue zweite Vorsitzende Alexander Efimow.Foto: Hans-Jürgen Hege Foto: Markgräfler Tagblatt

Isaac Hailperin als erster und Alexander Efimow als zweiter Vorsitzender sind die neuen Hoffnungsträger der Freien Wähler Schönau. In der Jahreshauptversammlung der Wählervereinigung gaben die Mitglieder einstimmig grünes Licht für den Wechsel an der Vereinsspitze, der nicht nur beim bisherigen FW-Chef Sebastian Sladek, sondern auch bei den übrigen Versammlungsteilnehmer kollektives Aufatmen zur Folge hatte.

Schönau (hjh). „Ich bin sehr froh, dass sich zwei noch so junge, engagierte Mitglieder für diese Posten zur Verfügung gestellt haben“, sagte der FW-Fraktionsvorsitzende Michael Locker, der als Wahlleiter fungierte und wie seine Ratskollegen hofft, dass mit der Wahl „ein Aufbruch zu neuen Ufern“ möglich wird. Es sei „eine Entscheidung zum Wohle der Freien Wähler Schönaus“ gefallen.

Damit der „Aufbruch“ dann auch in geordneten Bahnen verläuft, stehen den beiden „Neuen“, die beide vor vier Jahren schon auf der Freie Wählerliste zur Kommunalwahl angetreten sind, die bisherige Kassiererin Greta Hierholzer und die erfahrene und rührige Schriftführerin Christa Krahn zur Seite.

„Das kann, das muss gut werden. Das wird gut“, hieß es am Dienstag im Café Goldmann, nachdem die beiden Herren grob ihre Ziele definiert hatten. Isaac Hailperin stellte Themen vor, die ihm am Herzen liegen und die in den Bereichen Bildung, Digitalisierung und Klimaschutz ihren Ursprung haben. Zu sehr ins Detail wollte und sollte er dabei aber noch nicht gehen. Michael Sladek lenkte jugendlichen (Über-)Mut in realisierbare Bahnen und mahnte: „Selbstverständlich können wir alle unsere Meinungen vertreten. Aber wir müssen unbedingt darauf achten, dass wir der Öffentlichkeit ein einheitliches Bild präsentieren.“

An einem Strang ziehen

Natürlich gebe es nichts dagegen einzuwenden, Vorschläge zur energetischen Sanierung öffentlicher Gebäude zu unterbreiten oder Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung der Innenstadt zur Diskussion zu stellen. Auch an dem Vorhaben, junge Leute mit bezahlbarem Wohnraum in die Stadt zu locken oder in der Stadt zu behalten, gebe es nichts zu deuteln. Einig müsse man sich nur darüber sein, zur Realisierung des einen oder anderen Projekts an einem Strang zu ziehen, gaben die Mitglieder mit Michael Sladek die Richtung vor. Aber: „Wir wollen nicht nur reden, sondern auch anpacken“, sagte Michael Locker und kündigte an, dass die Freien Wähler die aktuell 32 Mitglieder und die Bevölkerung am 16. Oktober gerne zu einer „Herbstputzaktion“ in der Stadt begrüßen würden.

Sie hoffen natürlich, dass dann auch noch tatsächlich alle ihrer Wählervereinigung treu bleiben und nicht fahnenflüchtig werden, nachdem die Versammlung einstimmig die Mitgliedsbeiträge wegen der klammen Kassenlage von jährlich zehn auf 20 Euro erhöht hat. „Eine hundertprozentige Erhöhung würde im Gemeinderat zur Eskalation führen“, wunderte sich Jesko Anschütz über die Zustimmungsquote, machte aber auch deutlich, dass die Erhöhung unumgänglich gewesen sei, um weiter für die Stadt und ihre Bürger aktiv bleiben zu können. Es gelte, die Bevölkerung auch vor Ratssitzungen in Entscheidungsprozesse einzubinden, die Jugend zusammen mit dem seit Mai eingestellten Streetworker an die Hand zu nehmen und nach den Lockerungen der Corona-Vorschriften langsam zurückzuführen und sich immer wieder die Tatsache bewusst zu machen, dass vieles umzusetzen ist, wenn man Einigkeit demonstriert.

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