Schönau Bis auf weiteres keine Veranstaltungen

Buchenbrandschule: In den nächsten Wochen soll der Schulbetrieb unter Beachtung strenger Schutzmaßnahmen wieder beginnen. Foto: Paul Berger Foto: Markgräfler Tagblatt

Schönau (ue). Bürgermeister Peter Schelshorn sagte im Gemeinderat, man werde bis auf weiteres in Schönau auf sämtliche Veranstaltungen und Festivitäten verzichten. Abwarten heißt es auch, was die Badesaison 2020 angeht. Ob das Schönauer Freibad im Sommer öffnen kann, hängt laut Schelshorn von der weiteren Entwicklung und den geltenden Vorschriften ab. Auch was den Weihnachtsmarkt betrifft, steht das Ganze derzeit in den Sternen.

Das Thema Schulbetrieb und Kinderbetreuung wurde sowohl von Alexander Knobel (CDU) als auch von Jesko Anschütz (Freie Wähler) in die Debatte gebracht. Knobel wollte wissen, wie der Unterrichtsbetrieb künftig gestaltet werde. Gleiches gilt aus seiner Sicht auch für die Kleinkindbetreuung, da viele berufstätige Eltern sich aktuell in einer ziemlich schwierigen Situation befinden. Entsprechende Informationen werden derzeit schriftlich an die Eltern weitergegeben, sagte Bürgermeister Schelshorn. Nach derzeitigem Stand soll ab Dienstag, 26. Mai, ein eingeschränkter Regelbetrieb im Kindergarten wieder aufgenommen werden. Die Betreuung ist in zwei Gruppen vorgesehen. Auch an der Buchenbrandschule soll der Unterricht (nach den Pfingstferien) wieder aufgenommen werden. Darüber hinaus werde nach wie vor an fünf Wochentagen auch weiterhin eine Notbetreuung angeboten. Auf die von Jesko Anschütz gestellte Frage nach der personellen Ausstattung an der Schule erklärte Schelshorn, dass derzeit eine Betreuungskraft zur Verfügung stehe, die bei möglichen personellen Engpässen eingesetzt werden könne.

Aus Sicht von Michael Sladek (Freie Wähler) sind Einzelhandel und Gewerbe besonders stark von der Krise betroffen. Doch auch hier steht die Verwaltung nach Auskunft von Bürgermeister Schelshorn den Betroffenen im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten, insbesondere was Informationen und Hinweise zu Förderprogrammen angeht, mit Rat und Tat zur Seite.

Die Stadt Schönau rechnet, was die eigene finanzielle Situation angeht, derzeit mit erheblichen finanziellen Einbußen. Gerechnet wird vor allem mit einem deutlichen Rückgang der Gewerbesteuer sowie einer spürbaren Anhebung der Kreisumlage. Aus diesem Grund, so Schelshorn, habe man bereits diverse Vorhaben in der Größenordnung von einer halben Million Euro aus dem bereits geplanten Maßnahmenkatalog herausgenommen. Eine Haushaltssperre indes, wie sie bereits von einigen Gemeinden beschlossen wurde, ist in Schönau derzeit kein Thema, da in der Vergangenheit entsprechende Rücklagen gebildet wurden. Außerdem hätte eine Haushaltssperre für die Gemeinde die finanzielle Handlungsunfähigkeit zur Folge, betonte Schelshorn. Auf die Frage von Mechthild Münzer (CDU), ob sich Kostenerhöhungen beim Neubau der Gemeindehalle ergeben, antwortete Schelshorn, dass man sich nach wie vor im Kostenrahmen bewege.

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