Schönau Bürger können Stellung nehmen

Blick vom Weiherfelsen auf den Nonnenmattweiher, der im FFH-Gebiet „Belchen“ liegt. Foto: Richard Liebetruth Foto: Markgräfler Tagblatt

Das Natura-2000 Gebiet „Belchen“ zeichnet sich durch vielseitige Lebensräume aus.

Oberes Wiesental. Man findet dort weitläufige Allmendweiden mit einem Mosaik aus Borstgrasrasen, Bergmähwiesen und trockenen Heiden, Gebirgsbäche, in denen die Groppe zu Hause ist, oder großflächige, artenreiche Buchenwälder, wo die Bechsteinfledermaus vorkommt. Um diese natürlichen Schätze für die Zukunft zu sichern, erarbeitet das Regierungspräsidium Freiburg (RP) derzeit einen Managementplan. Der Entwurf des Plans liegt jetzt öffentlich aus. Bis Sonntag, 25. April, haben alle Bürger die Möglichkeit, dazu Stellungnahmen abzugeben.

Beim Natura 2000-Gebiet „Belchen“ handelt es sich um ein Fauna-Flora-Habitat (FFH)-Gebiet mit einer Gesamtfläche von 2907 Hektar. Es erstreckt sich über die Städte und Gemeinden Wieden, Schönenberg, Aitern, Münstertal, Kleines Wiesental, Utzenfeld, Böllen, Todtnau, Fröhnd und Schönau in den Landkreisen Lörrach und Breisgau-Hochschwarzwald.

In Baden-Württemberg gibt es insgesamt 212 FFH-Gebiete, die mit den Vogelschutzgebieten Teil des europäischen Natura 2000-Netzes sind. Für jedes Natura 2000-Gebiet erarbeiten die Regierungspräsidien in enger Abstimmung mit Landnutzern, Verbänden und Behörden einen Managementplan.

Der Entwurf des Managementplans für das Natura 2000-Gebiet „Belchen“ stellt die Ergebnisse der Kartierungen der geschützten FFH-Lebensraumtypen und FFH-Arten dar. Er enthält außerdem Ziele und Maßnahmenempfehlungen für deren Erhaltung und Entwicklung.

So sollen beispielsweise durch die Fortführung der Beweidung und das Zurückdrängen aufkommender Gehölzsukzession die bestehenden Weideflächen erhalten werden. In den Wäldern steht die Förderung der standorttypischen Waldgesellschaften und der Naturnähe im Fokus.

Die vollständigen Unterlagen (Text und Karten) des Managementplans sind über die Internetseite des Regierungspräsidiums Freiburg unter www.rp-freiburg.de in der Rubrik „Aktuelles“ abrufbar. Stellungnahmen können bis Sonntag, 25. April, an Charlotte Müller im Regierungspräsidium Freiburg gerichtet werden (Referat 56, Bissierstraße 7, 79114 Freiburg oder per E-Mail an Abt5.Verfahrensmanagement@rpf.bwl.de. 

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