Schönau Chaos löst sich in Wohlgefallen auf

Quietschfidel ist die aufdringliche Nachbarin Elvira Knüppelmann (rechts, Nicole Stiegeler). Foto: Verena Wehrle Foto: Markgräfler Tagblatt

„Ich glaub, ich seh doppelt“ hieß das Lustspiel von Jennifer Hülser, das am Samstagabend auf der Aiterner Theaterbühne gezeigt wurde. Die Theatergruppe der Trachtenkapelle hatte in der voll besetzten Belchenhalle die Lacher auf ihrer Seite.

Aitern (vw). Mutter Erika Huber (Heidi Butz) plant schon ihre Weltreise, weil ihre beiden erwachsenen Töchter ihr an diesem Abend ihre hoffentlich zukünftigen Ehemänner vorstellen wollen. Die schlaue Susi und „Dümmerchen“ Annika Huber werden gespielt von Anna und Lena Pfefferle – auch im echten Leben Schwestern. Ihre Freunde sind zweieiige Zwillinge – Tobias Henkel, der von Susi, ist „so intelligent“ und Andreas Henkel, der von Annika, ist ein wahrer Hallodri.

Das Chaos nimmt seinen Lauf, als sich Andreas beim Antrittsbesuch bei der Schwiegermutter von seinem Bruder vertreten lässt, weil er wieder einmal auf Weiberfang gegangen ist. Dann gibt es noch die aufdringliche Nachbarin, die ständig den Haushalt leer räumt (Nicole Stiegeler). Die extreme Kurzsichtigkeit von Annika sorgt zudem für lustige Szenen und lautes Grölen im Publikum, etwa als Annika einen Fisch küsst, ohne es zu wissen.

Eine tolle Leistung zeigt an diesem Abend Christian Kiefer, der im fliegenden Wechsel beide Brüder spielen muss: In den vielen Pipipausen beim Abendessen mit der Schwiegermutter den Tobias, außerhalb dieser „das Tigerschätzle“ Andreas. Doch er spielt nicht nur für zwei, sondern trinkt auch für zwei, und so fliegt Tobias schließlich sturzbesoffen auf.

Das Chaos ist perfekt, als die Frauen im Hause Huber dann auch noch denken, dass er ein und dieselbe Person ist und die beiden Mädchen nur betrogen hat. Es kommt zu einem Verhör durch Nachbarin Elvira Knüppelmann, und als dann der echte Andreas (Jürgen Schober) zur Tür hereinkommt, folgt das große Geständnis und die Mädchen verzeihen ihren Liebsten – und auch die Mutter bekommt endlich ihre Weltreise.

Alle Schauspieler legten tolle Leistungen aufs Parkett und sorgten für einen unterhaltsamen Abend. Aber auch hinter der Bühne wirkten wieder einige talentierte Theaterfreunde mit: Regie führten wieder Manuela Pfefferle und Hanspeter Asal. Einen guten Job leistete das neue Team der Maske mit Johanna Asal und Anna Kohler. Souffleuse war Heidi Steine-brunner.

Ein donnernder Applaus und Jubel im Publikum sowie ein Präsent der Trachtenkapelle und der Bürgermeisterin waren der Lohn für die Laienschauspieler. Im Anschluss an das Stück unterhielt eine Abteilung der Trachtenkapelle die Gäste.

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