Schönau „Das ist eine gute Zwischenstation“

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In der Unterkunft in Schönau: Landrätin Marion Dammann, Staatssekretär Siegfried Lorek und Bürgermeister Peter Schelshorn.                                                                                                                                                                                         Foto: zVg

Schönau. Bei seinem ersten Besuch im Landkreis Lörrach besichtigte Siegfried Lorek, Staatssekretär im Ministerium der Justiz und für Migration, gemeinsam mit Landrätin Marion Dammann die die Unterkunft in der Buchenbrandhalle.

„Derzeit haben wir rund 75 000 Geflüchtete aus der Ukraine in Baden-Württemberg. Die Zusammenarbeit mit den kommunalen Landesverbänden funktioniert gut. Um die Herausforderungen weiterhin meistern zu können, müssen wir hier am Ball bleiben und an einem Strang ziehen. Daher ist gerade in dieser dynamischen Lage eine enge Kommunikation zwischen dem Land und den Landkreisen sowie den Kommunen enorm wichtig“, betonte Lorek.

Die erste Halle, die kurz nach Ausbruch des Krieges in der Ukraine vom Landkreis angemietet wurde und in einer gemeinsamen Aktion mit der Gemeinde Schönau, der Caritas, dem THW und anderen in kürzester Zeit aufgebaut wurde, war die ungenutzte Buchenbrandhalle. Hier haben bis zu 105 Personen Platz. Anders als in der Gemeinschaftsunterkunft in Steinen dient diese Halle nur als erste Anlaufstelle für die Geflüchteten im Landkreis Lörrach. „Das Ziel ist es, die Menschen nach kurzer Zeit in Wohnungen unterzubringen. Es ist eine gute Zwischenstation, aber nicht wie die Unterkunft in Steinen für einen längeren Aufenthalt gedacht“, erläuterte Landrätin Dammann bei der Besichtigung der Unterkunft.

Ende März kamen über einhundert Personen aus der Landeserstaufnahmestelle dort an. Derzeit leben dort noch rund 50 Personen. Zahlreiche Menschen können nach wenigen Wochen in Wohnungen vor allem in Schönau und den anderen Gemeinden des Verwaltungsverbands untergebracht werden. „Wir erleben auch hier eine große Hilfsbereitschaft der Bevölkerung, sei es bei der Unterstützung der Geflüchteten vor Ort oder auch durch das Anbieten von Wohnraum. Dafür sind wir sehr dankbar“, so die Landrätin.

Auch Staatssekretär Siegfried Lorek bestätigt diesen Eindruck: „Der Ministerin und mir ist es ein großes Anliegen, vor Ort zu kommen. Wir erleben landesweit ein hohes Maß an Engagement sowohl von Seiten der Verwaltungen als auch von den Hilfsorganisationen und vor allem auch den Bürgerinnen und Bürgern.“

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