Schönau Belchensteig ist Deutschlands schönster Wanderweg

Oberes Wiesental - Die Sonne strahlte, Matthias Kupferschmid war „überaus stolz und happy“, sein Team von der Schwarzwaldregion Belchen glücklich wie Peter Schelshorn, der Schönauer Verwaltungsverbandsvorsitzende.

Meinrad Joos, der Präsident des Schwarzwaldvereins Meinrad Joos, war ebenfalls selig ob einer „Überraschung“, welche die Spatzen längst von Dächern der Nation gepfiffen hatten: „Der erst vor zwei Jahren kreierte ‚Belchensteig‘ ist in der Rubrik ‚Touren‘ Deutschlands schönster Wanderweg 2020‘, gekürt von den Lesern des „Wandermagazins“, die den aussichtsreichsten Berg des Schwarzwaldes , der aus luftiger Höhe von 1414 Metern freien Blick zu den Schweizer Alpen und über die Rheinebene bis hin zu den Vogesen erlaubt.

Klar, dass die Leser des Magazins - und nicht nur die - von den tollen Aussichten begeistert waren und den vierthöchsten Berg des Schwarzwalds mit rund 22 Prozent der insgesamt 20 285 Stimmen noch vor der „Traumschleife Heimat“ (Hunsrück, 11,45 Prozent) und dem „Manderscheider Burgensteig“ (Eifel, 11,26 Prozent) auf die oberste Treppchen des begehrten Podests hievten. „Chapeau ans Ländle, Chapeau an den Schwarzwald“, sagte Jarle Sänger, der Herausgeber des Magazins, der aus dem hervorragenden Ergebnis sein Fazit zog: „An der viel gepriesenen ‚Schönheit der südwestdeutschen Wanderwege‘ scheint also wirklich etwas dran zu sein.“

 Das ging Peter Schelshorn, dem Schönauer Bürgermeister und Vorsitzenden der um den Belchengipfel angesiedelten Verbandsgemeinden natürlich runter wie Öl.

Den Sieg seines Hausbergs bei der Publikumswahl wertete Schelshorn in einem kurzen Statement vor dem Belchen-Restaurant bei der Bergstation der Schwebebahn nach einem Sektempfang, dem Geigen-Entree des Schönauer Musikers Tobias Schlageter und der Begrüßung durch den funk- und fernseherprobten „Wandermeister“ Manuel Andrack als Sieg der Dörfer, der Touristik-Einrichtungen, des Biosphären-Gebietes, aber vor allem als „Sieg des Schwarzwaldes“, der seit vielen Jahren zum Premiumwandern einlädt und diese Einladung mit tiefgründigen Einblicken in „Natur, Brauchtum und Tradition“ anreichert oder verbindet.

Angetan hatte es dem Wahlvolk, das bereits jetzt schon wieder aufgerufen ist, unter den Bewerbungen fürs kommende Wanderjahr seine Favoriten zu küren, den Belchensteigweg, der zum Gipfel führt und der für jeden Wanderer zum Erlebnis wird: „Es geht durch das wunderschöne Hintergrundbachtal, vorbei an historischen Schwarzwaldhöfen und Grenzsteinen, an zahlreichen Sonnenliegen, liebevoll gestalteten Sitzbänken, durch würzig duftende Bergwälder, idyllische Wiesenfluren und Heideflächen“, schwärmten die Wanderer und Redakteure des Magazins.

Und sie machten dann auch noch „das Beste“, ein Zuckerle, aus: „Zahlreiche Einkehrbetriebe entlang der 14,3 Kilometer langen Strecke verwöhnen die Wanderer auf ihrer Reise durch das Reich des Belchen“, den Manuel Andrack weit vor dem Feldberg und vor dem deutschen Teil des Zugspitzmassivs angesiedelt sieht.

 Damit vertrat Andrack natürlich auch Matthias Kupferschmids Meinung über „den König der Schwarzwaldberge“. Der Leiter der Schwarzwaldregion Belchen beschrieb den Weg des Steigs vom Wiedener Eck aus über Untermulten zur Talstation der Seilbahn, mit der die 300 Höhenmeter bis zum Belchenhaus überwunden werden könnten.

Von dort führe der Weg über den oberen Rundweg zum Gipfel mit Blick übers Münstertal, Staufen und Bad Krozingen, Freiburg und die umliegenden Schwarzwaldberge, ehe es auf dem Westweg zurück zum Ausgangspunkt geht, und zwar fein beschildert von „zahllosen ehrenamtlichen Mitarbeitenden des Schwarzwaldvereins“,  dessen Präsident Meinrad Joos das Engagement seiner Mitglieder und deren Anteil am grandiosen Erfolg des Belchen nachhaltig unterstrich.

Joos freute sich vor allem über das „Double“ (der Schwarzwald hat zwei Preise erhalten und damit den deutschen Pokal und die deutsche Meisterschaft gewonnen). Denn neben dem Belchensteig (Kategorie Touren) hat der „Panoramaweg Baden-Baden“ die Rubrik „Mehrtagestouren“ klar für sich entscheiden.

Ausgangspunkt: Wanderparkplatz Wiedener Eck (Oberwieden 15, 79695 Wieden). Schwierigkeitsgrad: mittel. Streckenlänge:  14,2 Kilometer. Dauer: sechs Stunden. Aufstieg: 683 Höhenmeter, Abstieg: 682 Höhenmeter.  

Alle weiteren Infos über den Premiumwanderweg sind unter www.belchensteig.de und www.schwarzwald-tourismus.info  zu finden.

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