Ziemlich rund lief der Rosenmontagsumzug in Schönau, den knapp 30 Hästrägergruppen, Musikkapellen und Fasnachtscliquen bestritten. Von oben her blieb es fast trocken, erst zum Ende hin setzte leichtes Schneetreiben ein. Brütend heiß war es naturgemäß Mitte Februar nicht, auch wenn sich manche Narren vom oberen Wiesental nach Ägypten versetzt fühlten.

Von Peter Schwendele

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Schönau. Dies vor allem deshalb, weil die Pläne für die neue Fröhnder Ortsmitte verdächtig nach dem Bau einer Pyramide aussehen. Der Elferrat Aitern hatte dazu einen Wagen kreiert und dichtete: „A Mischung us Pyramide un äm Burehus, des hebt au di gröschte Stürm us.“ Bevölkert war das neue Gebäude, das demnächst Fröhnd zieren soll, allerdings lediglich mit Mumien.

Eine ähnliche Meinung zu diesem Thema vertraten die Fröhnder Steisäckli. Auch sie sehen ägyptische Verhältnisse kommen und staunten ob der einigermaßen eckigen Pyramiden-Planung – dies umso mehr, als das Schönauer Motto dieses Jahr bekanntlich „S`lauft id alles rund, mir nemme`s halt wie`s chund“ lautet.

Die Felsen-Glunki trieb dagegen anderes um: Mit Blick auf Vorgänge in Wieden meinte die Clique, dass die Jagd auf die Töff-Fahrer eröffnet ist. Die Mistgabeln sind jedenfalls bereits gewetzt.

Den vierten Wagen, der am Umzug teilnahm, gestaltete der Fanfarenzug, der heuer sein 40-jähriges Bestehen feiert. Um diesen Anlass gebührend zu begehen, hatten die Bläser, Trommler und Fahnenschwinger ein überdimensionales Blasinstrument gefertigt.

Bei der Wertung der Wagen setzte die Jury den Elferrat Aitern auf Platz eins, gefolgt vom Fanfarenzug, den Steisäckli und den Felsen-Glunki.

Fußgruppen gab es in diesem Jahr lediglich zwei, wobei vor allem die FC-ler mit ihrer gemischten Gruppe glänzten. Sie holten mit dem „Schönauerli“ ein neckisches Party-Zügle ins Städtli und machten mächtig Rabbatz. Die Fröhnder Kaffeetanten dagegen forderten einen Bürgerentscheid für die Fröhnder Halle: Neubau oder Sanierung, das war die mehr oder weniger große Frage.

Daneben lief ein bunt gemischtes Narrenvolk beim Rosenmontagsumzug in Schönau mit. Die meisten Gruppen kamen aus der näheren Umgebung, aber mit dabei waren beispielsweise auch die Hochburg-Häxe aus Emmendingen oder die Höllwaldteufel aus Lautenbach. Angefeuert wurden alle vom gut aufgelegten Moderatoren-Duo Thomas Goldmann und Peter Seger. Und fast alle Gruppen hielten sich auch an das Konfetti-Verbot, das sich die Schönauer Fasnacht in diesem Jahr auferlegt hatte.