Schönau Fische aus Schlammtümpel befreit

Nur noch als Tümpel aus Schlamm und Verkrautung zeigte sich der Schönauer Letzbergweiher. Foto: M. Rümmele Foto: Markgräfler Tagblatt

Dieser Tage waren Günter und Alexander Waßmer von den Angelfreunden Wiesental, Kurt Ruch vom Angelsportverein Schönau sowie Dieter Berger vom BUND dabei, im Letzbergweiher, der wegen der anhaltenden Trockenheit nur noch ein Tümpel aus Schlamm und Verkrautung war, die noch lebenden Fische zu retten.

Schönau (mrue). Der Weiher wird seit Jahren von der Agendagruppe Schönau mit gepflegt. Weil die Quelle, die den Weiher speist, fast nichts mehr bringt, senkte sich der Wasserpegel täglich. Das machte der Flora und Fauna schwer zu schaffen, und die zahlreichen Wasserlebewesen – Fische, Molche, Käfer und Insekten – sammelten sich immer mehr im sehr warmen Restwasser. Dazu kam noch die sehr starke Bepflanzung des Weihers, die zwar beschattet, aber auch viel Volumen in Anspruch nimmt.

Mit Stiefel, Wathosen und langen Keschern durchkämmten die Helfer den Weiher, was nicht einfach war, denn durch die Verkrautung und Verschlammung wurde die Bewegungsfreiheit sehr eingeschränkt und man musste aufpassen, um nicht im hüfthohen Morast zu versinken. Sehen konnte man in dem trüben, schlammigen Wasser so gut wie nichts.

Dennoch konnten die Helfer mehrere Hechte einfangen und zum Abtransport in ein Hälterbecken bringen. Doch die Hechte waren nicht das einzige, das die Angelfreunde aus dem Weiher fischten. Ihnen ging etwas ins Netz, das sich sehr wehrte und um sich schlug: ein 117 Zentimeter langer Waller, ein europäischer Wels oder Flusswels, der größte reine Süßwasserfisch Europas und neben dem Aristolenwels die einzige europäische Art aus der Familie der Echten Welse. Seine Lebensdauer kann bis zu 60 Jahren betragen und er kann bis zu 170 Kilogramm wiegen.

Für die Größe des Letzbergweihers war dieser Waller ein kapitaler Fang, den die Fischer nicht so schnell vergessen werden. Alle wunderten sich, wie dieser Fisch überhaupt in den Weiher gelangen konnte. Auch der Waller wurde wie die Hechte in ein großes Becken zum Abtransport in ein anderes Gewässer umgesetzt.

Was dringend fehlt, ist mehr Regen, damit sich die gesamte Natur erholen kann.

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