Schönau Für die Sicherheit der Menschen

Hans-Jürgen Hege
Stolz ist man in Schönau auf das neue Feuerwehrauto mit Drehleiter. Foto: zVg

Schönaus Feuerwehr hat ein neues Fahrzeug, und alle Floriansjünger sind mächtig stolz darauf: Denn das Gefährt verfügt über eine 30 Meter lange Drehleiter und ist damit auch für komplizierte Rettungs- und Hilfsdienste bestens gerüstet.

Von Hans-Jürgen Hege

Schönau. Die neue Errungenschaft, auf die Bürgermeister Peter Schelshorn und Kommandant Jürgen Bianchi über vier Jahre warten mussten, ersetzt nicht einfach nur ihre 30 Jahre alte Vorgängerin. Sie entspricht natürlich auch dem neuesten Stand der Technik, verfügt über ein neigbares Leiterteil und einen Rettungskorb, der die flexible Lagerung hilfsbedürftiger Menschen ermöglicht.

Jürgen Bianchi ließ am Mittwochabend den „langen und steinigen“ Beschaffungsweg noch einmal Revue passieren, nachdem er das gute Stück mit einem achtköpfigen Team persönlich in Karlsruhe abgeholt, unter feierlichem „Geleitschutz“ seiner Kameraden mit viel Blaulicht und sonstigem Getöse zum Gerätehaus gefahren und auf dessen Hof inmitten der zu diesem festlichen Akt geladenen Gäste abgestellt hatte.

„Ohne Fördergelder“, sagte Bianchi, „hätte sich die Stadt dieses Rettungsfahrzeug nicht leisten können.“ Aber es habe sich ausgezahlt, auch dann noch hartnäckig am Ball zu bleiben, als die ersten Förderanträge abgelehnt waren. 254 000 Euro Fördergelder wurden schließlich bewilligt. Und 160 000 Euro Zuschuss gab es aus dem Ausgleichsstock. Trotzdem musste die Stadt laut Peter Schelshorn „einen sechsstelligen Betrag in die Hand nehmen“, um die Investition bei Gesamtkosten von 678 000 Euro stemmen zu können. „Aber das sollte uns die Sicherheit der Menschen im Tal wert sein“, sagte der Bürgermeister und bedauerte, dass die Bevölkerung die Anschaffung der neuen Drehleiter aktuell wegen Corona nicht gebührend feiern könne. Das große Fest sei allerdings nicht aufgehoben, nur aufgeschoben und werde sicherlich im nächsten Jahr nachgeholt, sofern das die Umstände dann wieder erlauben.

Göttlichen Segen aber gab es schon mal vorab. Für die evangelische Kirche dankte Pfarrerin Christine Würzberg der Wehr für ihren ehrenamtlichen Einsatz zum Wohle der Allgemeinheit. Und Markus Oehler, der katholische Gemeindereferent, fügte dem Dank seiner Kollegin die wohlwollenden Grüße der Seelsorgeeinheit Oberes Wiesental hinzu.

In den kommenden Wochen stehen für die Feuerwehrleute Schulungen und Trainingstage oder -abende auf dem Programm. Alle, so Jürgen Bianchi, müssen den Umgang mit der Leiter quasi im Schlaf beherrschen. Erste Fahrgäste waren nach der offiziellen Übergabe neben dem Kommandanten auch dessen bessere Hälfte, der wie dem Kommandanten selbst großer Dank dafür gebühre, dass sie die Aufs und Abs in den Jahren dafür „geduldig ertragen“ hatte.

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