Schönau/Utzenfeld (pele). Er hat das kommunalpolitische Geschehen im Gemeindeverwaltungsverband Schönau über Jahrzehnte hinweg mitgeprägt: Richard Böhler, Alt-Bürgermeister von Schönau und von Utzenfeld, kann heute bei guter Gesundheit seinen 90. Geburtstag feiern.

Der gebürtige Utzenfelder engagierte sich seit 1959 in seinem Heimatort Utzenfeld kommunalpolitisch und war dort von 1964 bis 1980 Bürgermeister. Die Geschicke der Stadt Schönau lenkte er von 1977 bis 1993 als Rathauschef.

1962 trat Richard Böhler in die CDU ein, von 1971 bis 1989 war er für die Union im Kreistag. Böhler gilt im oberen Wiesental vor allen Dingen als Gründungsvater des Gemeindeverwaltungsverbands Schönau, den er mit ins Leben gerufen hat und dessen Vorsitzender er von 1971 bis 1993 war.

Der Jubilar füllte daneben viele weitere Positionen aus. So war er unter anderem baden-württembergischer Landesverbandsvorsitzender für Leistungsprüfungen in der Tierzucht, Vorsitzender des Weide- und Landschaftspflegezweckverbands Südschwarzwald, Chorleiter des Männergesangvereins Utzenfeld und Präsident der Schönauer Stadtmusik, bei der er die Hochschwarzwälder Tracht einführte.

Im väterlichen Betrieb in Utzenfeld erlernte Richard Böhler den Beruf des Schreiners, den er nach dem Krieg ab 1947 dann auch ausübte. 1955 machte er die Meisterprüfung. 1970 gab Böhler die gut gehende Schreinerei auf und schloss den Betrieb im Einvernehmen mit seinem Vater, um sich ganz der Kommunalpolitik zu widmen, wo er sich als Bürgermeister und Verbandsvorsitzender viele Verdienste erwarb.

Im Jahr 1956 heiratete Richard Böhler die Ungarndeutsche Josefine Meczes; aus der Ehe gingen vier Kinder hervor.

Im Privatleben war Böhler sowohl sportlich als auch musikalisch interessiert. Er spielte Trompete, Geige und Bratsche und machte früher auch Tanzmusik. Des Weiteren war er begeisterter Skirennläufer und Skispringer.

Am kommenden Samstag findet im Rathaus in Schönau ein Stehempfang mit geladenen Gästen für den Jubilar statt.