Schönau Hobbyraum soll Kosmetikstudio werden

Die Stadt Schönau tritt der landesweiten Initiative Motorradlärm bei.Foto: Archiv Foto: Markgräfler Tagblatt

Schönau (pele). Dem Gemeinderat lag in seiner Sitzung am Montag der Antrag auf Nutzungsänderung eines Hobbyraums im Bühlweg zu einem Kosmetikstudio vor. Grundsätzlich sprach für das Gremium nichts gegen das Vorhaben. Bauamtsleiter Helmut Wunderle merkte an, dass es in dem Bereich bereits jetzt gewisse Probleme mit der Parksituation gebe; der dortige Wendehammer werde bisweilen zugeparkt, wie ein Anwohner dem Bauamt mitgeteilt habe. Einig war man sich in der Sitzung, dass diese Praxis nicht rechtens ist und beobachtet werden sollte. Da für das geplante Kosmetikstudio indes zwei Stellplätze ausgewiesen sind, sah das Gremium keine Veranlassung, das Problem in Zusammenhang mit dem neuen Vorhaben zu bringen.

Befürwortet hat der Gemeinderat in seiner Sitzung am Montag den Bauantrag für einen Anbau an ein bestehendes Wohnhaus im Johann-Peter-Hebel-Weg. Geplant ist die Erweiterung des Wohnzimmers im Kellergeschoss. Das so entstehende Flachdach soll als Terrasse genutzt werden.

Ebenfalls positiv sah das Gremium das Vorhaben, ein Einfamilienhaus mit zwei Garagen in der Buchenbrandstraße zu errichten. Für das dortige Grundstück war 2019 der Bebauungsplan „Bahngelände“ geändert worden. Ursprünglich hatte der Bauherr ein Zweifamilienhaus errichten wollen, hat nun aber seine Pläne geändert.

Grünes Licht gab es in der Sitzung auch für den Plan der Verbandsverwaltung, die rechtlichen Vorgaben der Eigenkontrollverordnung im Hinblick auf die Abwasserbeseitigung auf Verbandsebene voranzubringen. Dazu wurde ein Sanierungskonzept aufgestellt, in dem die 2020 in den Haushalten der Verbandsgemeinden zur Verfügung gestellten Mittel gebündelt und genutzt werden sollen. Für Schönau fällt eine Beteiligung von 12 000 Euro an.

„Durch die Zusammenfassung der einzelnen Haushaltsmittel wird das Vorgehen wirtschaftlicher“, erläuterte Rechnungsamtsleiter Jürgen Stähle. Einzelaufträge der Verbandsgemeinden seien dagegen unwirtschaftlich und aufgrund des teilweise geringen Budgets für Anbieter uninteressant. Die Gesamtmittel betragen rund 314 000 Euro. Die entsprechenden Aufträge sollen an das Büro dwd gehen. Im Jahr 2021 sollen die Kanalbefahrungen durchgeführt werden, ab 2022 dann die Schadensbeseitigungen.

Zur Kenntnis genommen hat der Gemeinderat die überörtliche Prüfung der Rechnungsjahre 2014 und 2015. „Das meiste passt, es gab nur ein paar kleine Bemängelungen“, so die Einschätzung von Jürgen Stähle. Das Landratsamt Lörrach zog das Fazit, der Schönauer Stadtverwaltung könne „grundsätzlich eine sachkundige und ordnungsgemäße Aufgabenerledigung bestätigt werden“.

Einstimmig sprach sich das Ratsgremium dafür aus, dass die Stadt Schönau Mitglied der Initiative Motorradlärm des Ministeriums Verkehr in Baden-Württemberg wird. Festgehalten wurde, dass Maßnahmen und Initiativen unterstützt werden, die zu einer Reduzierung des Motorenlärms, insbesondere des Motorradlärms, beitragen. Es handle sich hierbei um ein „schönes Zeichen an die Bevölkerung“, sagte Bürgermeister Peter Schelshorn.

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