Schönau Mit Leidenschaft im Filmgeschäft

Beim Neujahrsempfang des Gemeindeverwaltungsverbands Schönau waren erstmals Auschnitte von Imagefilmen für die Schwarzwaldregion Belchen zu sehen. Gedreht werden die Kurzfilme von Nico Gerpacher aus Todtnau und Benedikt Asal aus Aitern. Die beiden jungen Filmemacher decken mit ihrer eigenen Firma ein breites Spektrum ab und hegen auch künstlerische Ambitionen.

Oberes Wiesental. Mit ihrem Unternehmen „Übergrafisch“ realisieren die beiden jungen Wiesentäler Imagefilme für Unternehmen und Produkte, bieten dazu einen professionellen Fotographie-Service und haben auch ein Content-Angebot für Homepages im Portfolio.

Im Hinblick auf die Imagefilme für die Schwarzwaldregion Belchen sei man auf den Gemeindeverwaltungsverband zugegangen und habe einen entsprechenden Vorschlag unterbreitet, erzählt

Vier Imagefilme für die Schwarzwaldregion

der 23-jährige Nico Gerspacher, der mit seinem Kollegen, dem 20-jährigen Benedikt Asal, nicht nur die Begeisterung für das Medium Film, sondern auch eine gewisse Heimatverbundenheit teilt. „Wir wollten gerne etwas über die Region machen, aus der wir kommen“, sagt Gerspacher.

Insgesamt umfasst die Produktion für den Tourismus im Gemeindeverwaltungsverband Schönau vier Elemente: Kurzfilme über Winter- und Sommeraktivitäten, eine Übersicht über die Region und ihre Sehenswürdigkeiten (jeweils eine Minute Länge) sowie einen 30-sekündigen Teaser, der auch über Interviews mit lokalen Persönlichkeiten auf die Region aufmerksam machen soll.

Eine Minute filmische Präsentation klingt für den Laien zunächst einmal nicht sehr aufwändig. Doch bereits für einen solchen Kurzstreifen setzen die beiden Filmemacher drei bis fünf Drehtage an. Die Konzeption des Produkts einerseits und die Nachbearbeitung des gefilmten Materials andererseits beansprucht rund hundert Stunden weitere Arbeit, schätzt Nico Gerspacher.

Dass das Endprodukt handwerklich professionell ist, stellt für die beiden Wiesentäler die Grundvoraussetzung ihrer Aktivitäten dar. Beide sind neben ihrer eigenen, im März 2015 gegründeten Firma „Übergrafisch“ intensiv im Bereich Film und Fotographie aktiv. Während Benedikt Asal aktuell ein duales Studium im Bereich Onlinemedien absolviert, arbeitet Nico Gerspacher nach einem BWL-Studium als Produktionsassistent und Drehbuchautor bei einer Imagefilmproduktionsfirma in Villingen.

Ziel ist, in der Spielfilm-szene Fuß zu fassen

Und als wären sie damit noch nicht ausgelastet, legen sich Gerspacher und Asal auch noch ins Zeug, um in der Spielfilmszene Fuß zu fassen. „Film ist nicht nur mein Job, sondern auch meine Leidenschaft“, sagt Nico Gerspacher, der bereits als Schüler am Gymnasium Schönau seine ersten Kurzfilme drehte. In den vergangenen beiden Jahren kamen drei weitere Kurzfilme dazu, die er als Regisseur realisierte und die sich thematisch den Bereichen Drama/Thriller zuordnen lassen. Während Benedikt Asal eher im technischen Bereich seine Stärken hat, liegt Nico Gerspacher auch das Drehbuchschreiben am Herzen. Sein Anspruch: „Die Stories sollen nicht zu offensichtlich aufgebaut sein, der Zuschauer soll selber interpretieren können, was er sieht.“ Zuletzt entstand der Film „Brennende Erinnerung“, der auch bei Festivals eingereicht werden soll.

„Filmemachen ist immer auch Teamarbeit“, betont Gerspacher. Im Lauf der letzten Jahre hat er ein Netzwerk von etwa zehn Personen aufgebaut, das bei seinen bisherigen No-Budget-Produktionen zusammenwirkt. Und das Team ist offen: „Wenn jemand Lust hat, etwas mit Film zu machen, kann er sich gern bei uns melden“, sagt Gerspacher.

Eine „coole Erfahrung“ war für den jungen Regisseur das Mitwirken als Produktionsassistent bei dem Spielfilm „Schneeblind“ von Arto Buhmann, der 2016 in einer Hütte am Schluchsee entstand.

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