Schönau Mutig sein in Sachen Digitalisierung

Engagiert wurde am Gymnasium Schönau über Chancen und Risiken der Digitalisierung diskutiert. Foto: Vanessa Seger

Schönau - Kürzlich fand am Gymnasium Schönau ein Forum zum Thema „Digitalisierung an der Schule“ statt. Eltern, Lehrer, Vertreter der Industrie, Vertreter der Gemeinde Schönau und zahlreiche Schüler setzten sich mit dem Thema auseinander.

Helmuth Eirainer informierte über die Ausstattung der Schule: Das Gymnasium besitzt 30 PCs, 50 Laptops, einen 3D-Drucker und diverse Microcontroller. Jedes Klassenzimmer ist mit einem Beamer, einem Laptop und einer Kamera ausgestattet. Neu hinzugekommen sind ein WLAN in der Bibliothek und zehn iPads. Darüber hinaus fördert das Gymnasium die digitalen Kompetenzen der Schüler mit einem Basiskurs für Medienbildung in Klasse 5, dem Programmieren in Klasse 7 und in der Oberstufe sowie der Ausbildung von Schülern zu Medienmentoren. Die Smartphone-Nutzung wird in der Oberstufe zu Recherchezwecken im Unterricht gestattet.

Es wurden fünf Gruppen gebildet, die sich mit verschiedenen Aspekten der Thematik befassten. Die Gruppe „Digitale Kompetenzen“ setzte zunächst voraus, dass jeder Schüler wissen sollte, wie ein Algorithmus funktioniert, welche Gefahren die Vernetzung durch digitale Medien birgt und was Datenschutz grundlegend bedeutet. Digitale Kompetenzen seien nicht nur für den Schüler, sondern auch für den Lehrer wichtig.

Die Gruppe „Chancen der Digitalisierung“ präsentierte die Vorzüge der Nutzung von elektronischen Geräten im Unterricht. Grundlegend würden Schüler mit viel mehr Begeisterung Aufgaben entgegennehmen, es könne mit aktuellen Themen gearbeitet werden, da Schulbücher oft veraltete Inhalte haben.

Im direkten Vergleich wurden im Anschluss die Risiken einer Digitalisierung an der Schule aufgelistet. Diese Gruppe bestand hauptsächlich aus Eltern, die auf die Gesundheit ihrer Kinder besonderen Wert legen und in elektronischen Geräten einen gesundheitsgefährdenden Faktor sehen. Ebenfalls werde die Handschrift vernachlässigt. Hinterfragt wurde, ob zur Steigerung der Lernbereitschaft eines Kindes digitale Medien unerlässlich sind.

Wie soll das Gymnasium Schönau in drei beziehungsweise in zehn Jahren aussehen? Mit dieser Frage beschäftigte sich eine weitere Gruppe. Man kam zum Schluss, dass es sinnvoll sein könnte, eine größere Anzahl an Tablets anzuschaffen, da diese vielseitig und schnell einsetzbar sind.

Eine Schulcloud wurde ebenfalls unterstützt, da Schüler somit die Möglichkeit hätten, ihre Aufschriebe auf Vollständigkeit zu überprüfen, bei Krankheit die Aufgaben sofort zu erhalten und sich bei Fragen mit anderen Schülern oder einem Lehrer auszutauschen.

Die letzte Gruppe präsentierte die momentane Ausstattung am Friedrich-Gymnasium in Freiburg, das im Bereich Digitalisierung sehr weit fortgeschritten ist.

Schulleiter Jörg Rudolf erfragte abschließend ein Meinungsbild. 80 Prozent der Anwesenden waren dafür, dass man die Digitalisierung vehement vorantreiben sollte und 20 Prozent stimmten dafür, dass man die Schule langsam und Schritt für Schritt moderner und digitaler gestalten solle. Auf der Basis dieser Abstimmung wurde unter anderem beschlossen, dass eine Schulcloud entstehen soll. „Lasst uns mutig sein“, gab Jörg Rudolf den Teilnehmern des Forums zum Schluss mit auf den Weg.

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