Schönau Pandemie drückt die Unfallzahlen

Die Gesamtzahl der Unfälle ist im vergangenen Jahr spürbar gesunken, nicht jedoch die Zahl der Motorradunfälle. Foto: Archiv Foto: Markgräfler Tagblatt

Oberes Wiesental (pele). In ihrer Jahresbilanz zum Verkehrsgeschehen im oberen Wiesental weist die Polizei für 2020 insgesamt 160 Unfälle aus. Das bedeutet einen Rückgang von 46 Unfällen oder 22,3 Prozent gegenüber dem Jahr 2019.

Damit bewegt man sich auch deutlich unter dem Fünf-Jahres-Durchschnitt von 190 Unfällen. „Der Rückgang der Unfälle dürfte auch auf die Corona-Pandemie zurückzuführen sein“, verweist Lothar Mühl, der Leiter des Polizeipostens Schönau darauf, dass 2020 das Verkehrsaufkommen geringer war als üblich.

Einhergehend mit dem Rückgang der Gesamtzahl der Unfälle ist auch ein deutlicher Rückgang der Unfälle mit Personenschaden um etwa 34 Prozent. Insgesamt wurden 34 Leichtverletzte und 24 Schwerverletzte verzeichnet, ein Todesopfer war im vergangenen Jahr auf den Straßen im oberen Wiesental zu beklagen.

Kaum verändert hat sich das Geschehen rund um die Risikogruppe der motorisierten Zweiradfahrer. Die Polizei meldet einen Rückgang um einen Unfall. Von den 32 Unfällen endeten 27 (85 Prozent) mit Personenschaden. Hauptunfallursache war auch im vergangenen Jahr das Fahren mit nicht angepasster Geschwindigkeit (50 Prozent). Bei den motorisierten Zweiradfahrern wurde 2020 ein Toter, 17 Schwerverletzte (2019: 14) und neun Leichtverletzte (2019: 14) verzeichnet. Gemessen an den gesamten Unfällen waren 71 Prozent der Schwerverletzten und 26 Prozent der Leichtverletzten Motorradfahrer. „Jeder fünfte Unfall in unserem Bereich ist ein Motorradunfall“, so Postenleiter Mühl.

Anders als bei den Unfällen insgesamt habe sich die Pandemie nicht positiv auf die Zahl der Motorradunfälle ausgewirkt, zumal es zur Hauptsaison im Sommer keine pandemiebedingten Einschränkungen gegeben hatte.

Die meisten Unfälle, jeweils drei, wurden auf den Strecken Geschwend-Präg- Bernau und Wieden-Utzenfeld verzeichnet. Hier komme es allerdings fast jedes Jahr zu Verschiebungen, berichtet Lothar Mühl: „Vieles ist vom Zufall abhängig.“

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