Schönau Perfekte Pflege der Feuerwehrschläuche

Kilian Topp (links) und Sebastian Sladek (rechts) von der EWS mit Feuerwehrkommandant Jürgen Bianchi bei der Vorstellung der neuen Schlauchpflegeanlage im Keller des Schönauer Feuerwehrgebäudes. Foto: Hans-Jürgen Hege

Schönau -  Die erste Schlauchpflegeanlage für Feuerwehren im oberen Wiesental wurde – unterstützt von Mitarbeitern des Bauhofs und von ein paar Feuerwehrleuten – in der „Rekordzeit“ von nur fünf Tagen installiert und am Montag von Kommandant Jürgen Bianchi „offiziell in Dienst gestellt“.

Es handelt sich um die erste Kreiswerkstatt dieser Art im Dunstkreis der Freiwilligen Feuerwehr Schönau. Und viele werden davon profitieren. Denn in der Anlage, einem 25 Meter langen Aufbau im Keller des Feuerwehrhauses, werden künftig insgesamt rund 1300 Schläuche der Wehren des Gemeindeverwaltungsverbands Schönau (GVV) und der Feuerwehren aus Todtnau und Häg-Ehrsberg auf Herz und Nieren geprüft, das heißt „eingebunden, gepresst, geflickt und bei Bedarf repariert“.

Und zwar nicht aus Jux und Tollerei. „Nach jedem Einsatz und jedem Gebrauch der Schläuche ist es Pflicht, die Schläuche zu prüfen“, betonte Jürgen Bianchi, der weiß, wie schnell er und seine Mannen in die Bredouille kommen könnten, wenn sich bei einem Einsatz herausstellen würde, dass die Einsatzutensilien nicht den Vorschriften entsprochen haben. Auch deshalb ist der Kommandant natürlich außerordentlich froh, dieser Pflicht im eigenen Domizil, in dem 40 Aktive und über 20 Jugendliche ihren Dienst am Nächsten tun, nachkommen zu können.

68 000 Euro hat die Anlage gekostet, 71 500 Euro waren im Haushalt der Stadt dafür vorgesehen. Neben einem ordentlichen Zuschuss vom Land konnte sich die Stadt Schönau auch über eine Spende der Elektrizitätswerke Schönau (EWS) freuen, die sich mit 5000 Euro an den Kosten beteiligten. „Es war für uns eine Selbstverständlichkeit, die Feuerwehr zu unterstützen“, sagte Vorstandsmitglied Sebastian Sladek bei der Vorstellung der Anlage, die etwas bescheidener als geplant über die Bühne ging, weil sich Bürgermeister Peter Schelshorn und Kreisbrandmeister Christoph Glaisner wegen anderer Aufgaben entschuldigen mussten.

Die EWS sei froh, eine solch schlagkräftige und einsatzfreudige Hilfstruppe in ihrer Nähe zu wissen. Schließlich könne sie wie jeder andere auch sehr schnell einmal auf das gut eingespielte und gut ausgerüstete Team von Jürgen Bianchi angewiesen sein, sagte Sladek. Als die Feuerwehr wegen des Zustupfs nachfragte, habe es im Haus denn auch keine Diskussionen gegeben. Schließlich fühlten sich die EWS nicht nur der Stadt und der Feuerwehr, sondern auch ihrem genossenschaftlichen Gedanken verpflichtet.

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