Schönau Schönau ist für den Verbandswerkhof

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Auf dem einstigen Willig-Areal in Schönau könnte der gemeinsame Verbandswerkhof entstehen. Es gibt aber auch kritische Stimmen zu dem Vorhaben. Foto: Zoë Schäuble

Schönau (hjh). Zum wiederholten Mal befassten sich die Gemeinderäte am Montag mit dem Thema „Verbandswerkhof“. Und prompt erneuerten sie einstimmig den Beschluss, an diesem Projekt des Verwaltungsverbandes festzuhalten, auch wenn sich mittlerweile Wieden, Utzenfeld und Schönenberg eindeutig gegen die Beteiligung an dem gemeinsamen Verbandswerkhof ausgesprochen haben. Es dürfte also am Donnerstag noch einmal heiß hergehen, wenn die Gemeindevertreter bei der Verbandssitzung über diesen Punkt diskutieren.

Beschlussvorschlag hinfällig

Fest steht schon jetzt, dass der dort vorliegende Beschlussvorschlag nicht mehr gelten kann, denn er beinhaltet neben der Aussage dass sich die Gemeinde „xy“ an der Einrichtung des gemeinsamen Werkhofes, der Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung an zentraler Stelle auf dem ehemaligen Willig-Areal beteilige, auch einen dritten Absatz, in dem festgelegt ist: „Dieser Beschluss gilt nur unter dem Vorbehalt, dass alle neun Verbandsgemeinden ihre Zustimmung zur Einrichtung eines interkommunalen Verbandswerkhofes erteilen.“ Schon jetzt aber stehe fest, dass sich drei Gemeinden komplett, Aitern „vielleicht“ und Fröhnd (Sitzung am Mittwoch) „wahrscheinlich“ ebenfalls gegen das Projekt sperren, wie am Schönauer Ratstisch gemunkelt wurde. Und nicht nur das. Julian Seckinger (CDU) beispielsweise hielt es „für ein Unding, dass da einige nicht mitmachen.“ Irgendwann werde es ohnehin zur Zusammenlegung kommen, vermutete er: „Dann wahrscheinlich gezwungenermaßen.“

Ob das dann besser sei für die abtrünnigen Kommunen, wagte auch Michel Sladek (FW) in einer der vergangenen Sitzungen stark zu bezweifeln. Aber das müsse in der kommenden Verbandssitzung ebenso besprochen werden wie die weitere Vorgehensweise, kürzte Alexander Knobel, der die Sitzung für den erkrankten Bürgermeister Peter Schelshorn leitete, die aufkommende Debatte ab. Auch die Betriebskosten müssen neu kalkuliert werden.

Mensaessen wird teurer

Ein weiteres Thema war das Mensaessen. Denn wie am Donnerstag im Fall der Buchenbrandschule zu beschließen sein wird, ändern sich nach einstimmigem Beschluss des Gemeinderates auch die Essenspreise der Mensa des Gymnasiums. Von dieser Notwendigkeit überzeugte Yvonne Wagner das Gremium mit Zahlen. Für 10 200 Essen im Jahr 2022 habe die Hochrechnung Erträge von 88 900 und Aufwendungen von 108 600 Euro ergeben, sagte die Rechnungsamtsleiterin und wies auf das zu erwartende Defizit von 19 700 Euro (von 2018 bis 2021 summierte sich das Defizit auch wegen Corona auf 72298,56 Euro) hin, für das die Stadt aufzukommen habe. Der Zuschussbedarf im laufenden Jahr bewege sich bei knapp zwei Euro pro Essen, wobei die Spenden bereits berücksichtigt seien, ohne die sich der Zuschussbedarf um weitere 0,74 Cent erhöhen würde. „Eigentlich“, so Bürgermeisterstellvertreter Knobel, „war Kostendeckung einmal unser Ziel, aber das ist wohl nicht zu schaffen“.

Knobel stimmte wie schließlich alle anderen dem Vorschlag der Verwaltung zu, den Preis fürs Mittagessen um 60 Cent zu erhöhen. Schülermittagessen kosten dann 4,80 Euro, Lehrer-Mittagessen 6,60 Euro und das Essen für Referendare 5,60 Euro. Das sei durchaus noch im Rahmen und wohl akzeptabel, auch wenn Michael Schröder dafür plädierte, ein deutliches Zeichen zu setzen und das Essen für Lehrer um einen weiteren Euro zu erhöhen. Aus Gründen der Gleichbehandlung – am Donnerstag soll die Verbandsversammlung ebenfalls über diese Essenspreise an der Buchenbrandschule befinden – verzichtete das Gremium vorerst darauf, Schröders Argumenten zu folgen.

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