Schönau Selbstversorgung macht unabhängig

SB-Import-Eidos
Die Bundestagsabgeordnete Diana Stöcker (Mitte) im Gespräch mit den Teilnehmern der Dialogwerkstatt. Foto: zVg

Schönau - Auf Einladung von Diana Stöcker (CDU), direkt gewählte Bundestagsabgeordnete im Wahlkreis Lörrach-Müllheim, hat eine öffentliche Dialogwerkstatt zum Thema „Ernährungssicherheit: Wie sichern wir die heimische Landwirtschaft?“ in Schönau stattgefunden. Auf dem Podium saßen neben Stöcker der Abgeordnete Hermann Färber (CDU), Vorsitzender des Bundestagsausschusses für Ernährung und Landwirtschaft, und Susanne Denzer, Inhaberin des Weingartenhofs Denzer in Fischingen und Expertin für Obst- und Gemüseanbau.

Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine hat die durch den Klimawandel und die Corona-Pandemie ohnehin angespannte Lage auf den globalen Agrarmärkten dramatisch verschärft, heißt es in einer Mitteilung. In der Dialogwerkstatt ging es um die Bedeutung der Ernährungssicherheit im Kontext aktueller Fragen der Landwirtschaftspolitik.

Unabhängig werden von internationalen Lieferketten

„Deutschland braucht eine höhere Selbstversorgung mit Lebensmitteln: Bereits vor dem russischen Angriffskrieg wurde durch die Corona-Krise uns allen deutlich, wie sehr die Versorgung mit Lebensmitteln in Deutschland von internationalen Lieferketten abhängt“, wird Stöcker in der Mitteilung zitiert. „Wir brauchen deshalb grundsätzlich mehr Ernährungssouveränität.“

Regionale Vermarktung hat eine große Bedeutung

In der Dialogwerkstatt wurde die besondere Bedeutung der regionalen Vermarktung betont. Färber sagte: „Regionale Vermarktung ist ein wesentlicher Teil unserer Ernährungssicherheit, daran sollte man sich nicht nur in Krisenzeiten erinnern.“

Denzer sprach sich für eine klare Kennzeichnungspflicht aus. Hier gehe es vor allem um das Bewusstsein des Verbrauchers für die landwirtschaftlichen Erzeugnisse: eine neue Wertschätzung, ein neues gesellschaftliches Gefühl dafür, wo die Lebensmittel eigentlich herkommen.

Die besondere Bedeutung der Landwirtschaft für die Ernährungssicherheit wurde auch von Manfred Knobel, Landwirt und Bürgermeister von Aitern, hervorgehoben. Vor allem im Südschwarzwald findet Landwirtschaft in „Grenzertragsstandorten“, vor allem in extremen Steillagen, und in kleinen Betrieben statt, von denen mehr als 80 Prozent im Nebenerwerb geführt werden.

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