Schönau Symbol der fünften Jahreszeit steht

Ulrike Jäger

Der 30. Schönauer Narrenbaum ist am Samstag bei sonnigem Wetter aufgestellt worden. Zahlreiche Besucher wollten sich dieses Jubiläumsspektakel nicht entgehen lassen. Zumal am Ende noch eine Überraschung wartete. Denn beim Jubiläumsstellen gab es gleich mehrere Premieren.

Von Ulrike Jäger

Schönau. Der Platz vor dem Rathaus und dem Gymnasium war proppevoll und im „Budendorf“ gab es Allerlei zu essen und zu trinken. Doch bevor der Narrenbaum gestellt wurde, fand noch ein Empfang im Rathaus statt, bei dem der „Narrenbaumvater“, wie Eckhard Frank von den Narren liebevoll genannt wird, für seine 44-jährige aktive Mitgliedschaft („E halbs Lebe“) vom Verband Oberrheinischer Narrenzünfte geehrt wurde. Der Schönauer Fasnächtler hatte vor 30 Jahren das Narrenbaumstellen ins Leben gerufen.

Die Schönenberger Guggemusik „Chaibeloch Lärtschi“ heizte bei Minusgraden an diesem Nachmittag musikalisch ein, und auch der Schönauer Fanfarenzug begleitete den Kraftakt der 34 Aufsteller, die den 24 Meter hohen Baum unter der souveränen Leitung von Bammert „Quick“ Mathias Markanic in rund einer halben Stunde „eingelocht“ hatten.

Kurz zuvor wartete die erste Überraschung: Denn während aus den Lautsprechern die Musik „Magic Moments“ ertönte, holte Markanic den Narrenbaumspender Frank zu sich und erklärte übers Mikrofon: „Lieber Eckhard, jetzt kommt für dich ein ,magic moment’, denn du gibst heute das letzte Kommando.“ Gesagt, getan: Nach einem kurzen „Seid Ihr bereit? Und hopp!“ von einem überraschten Frank stand der Narrenbaum an Ort und Stelle.

Zum ersten Mal kletterte eine Frau auf den Baum

Als er fest verankert war, wartete die nächste Überraschung auf die Zuschauer: Zum allerersten Mal kletterte eine Frau auf den Narrenbaum: Katharina Szaterny erklomm mit Steigeisen und gut gesichert durch die Baumsteller den Stamm und löste in luftiger Höhe die Halteseile des Kranzes. Viel Applaus war ihr nach diesem Kraftakt sicher.

Oberzunftmeister Julian Seckinger konnte an diesem Tag viele Gäste begrüßen, die Narren aus Utzenfeld, Aitern, Zell oder vom Hinterhag waren ebenso gekommen wie die zahlreichen Guggemusiken, die das Jubiläumsfest mitgestalteten. Im Zelt spielten nach dem Baumstellen die Todtnauer Zundelmacher, und die Gäste waren bei den Minusgraden dankbar für heiße Klänge und fetzige Töne.

Heiß wurde es sicher auch dem ein oder anderen Besucher, als plötzlich die Feuerwehr anrückte. Doch der „Notfall“ war in diesem Fall nur das Jubiläums-Baumstellen. Feuerwehrkommandant Jürgen Bianchi und seine Leute gratulierten zum 30. Baumstellen mit einem Anhänger voll mit 30 Liter Bier „zur Stärkung“.

Limitierte farbige Fasnachtsplaketten

Zuvor hatte er vom Bammert als Dank für die ständige Unterstützung der Feuerwehr eine der limitierten Fasnachtsplaketten erhalten. Die Plaketten zeigen in diesem Jahr das Narrenbaumstellen, und der Bammert hatte zehn davon farbig gestalten lassen, um sie verdienten Persönlichkeiten zu überreichen, die mit dem Narrenbaum verbunden sind.

Im Anschluss fand das Narrenkonzert statt. Und am Abend unterhielt die Band „Middle-Age“ mit Live-Musik.

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