Schönau Tablets werden vielfältig eingesetzt

Die Klasse 4a der Buchenbrand-Grundschule arbeitet mit ihrer Lehrerinnen Patricia Huber mit Hilfe der iPads am Thema Textgliederung.Foto: zVg Foto: Markgräfler Tagblatt

„Wie sieht denn ein Bison aus?“, wollten etliche Kinder der Klasse 3a wissen, nachdem dieses Tier in einem Lesetext erwähnt wurde. An der Buchenbrand-Grundschule ist es kein Problem, da schnell ein Bild an die Präsentationswand zu projektieren.

Schönau. Alle Klassenräume sind mit einem Beamer, einer Soundanlage, einem DVD-Player und einem Drucker ausgestattet. Da jede der 13 Lehrerinnen ein Leih-Tablet in der Schultasche oder gleich zu Unterrichtsbeginn auf dem Pult liegen hat, ist der Bison schnell für alle sichtbar. „Ach so sieht der aus.“

Seit 2018 hat sich das Kollegium auf den Weg gemacht und die Schule Stück für Stück auf den aktuellen hervorragenden Ausstattungsstand gebracht. Lange bevor es dafür Landesmittel über den Medienentwicklungsplan gab, hat der Schulträger auf Anfrage der Schulleitung 30 000 Euro für die Medienausstattung zur Verfügung gestellt. Mittlerweile besitzt die Schule 71 i-Pads, die in allen Klassen zum Einsatz kommen. Über 70 000 Euro wurden dank des Engagements des Gemeindeverwaltungsverbands Schönau und aller abrufbaren Fördertöpfe des Landes investiert.

Besonders die Viertklässler recherchieren, dokumentieren und präsentieren mit den Tablets zu den im Bildungsplan vorgegebenen Sachthemen. Ob es sich dabei um Langzeitbeobachtungen bei der klasseneigenen Champignonzucht handelt oder um das Erstellen von Lesetagebüchern – die Schüler sind hoch motiviert und beherrschen die Technik mittlerweile mit großer Selbstverständlichkeit. Die Tablets finden ihren Einsatz bei Übungsprogrammen, und niemand nutzt mehr einen Tageslichtprojektor, denn Übungsaufgaben auf Arbeitsblättern oder Buchseiten in Mathematik werden, wenn dies sinnvoll ist, an der Präsentationswand für alle sichtbar gerechnet.

Gerade während der pandemiebedingten Schulschließung konnten alle Schüler, die Bedarf hatten, für den Fernunterricht Tablets ausleihen, um an dem Onlineunterricht, der ab Klassenstufe 2 durchweg angeboten wurde, teilnehmen zu können. Zügig hat sich das Kollegium darauf eingestellt, fortgebildet und professionalisiert, um auf diese Weise mit den Kindern in Kontakt zu bleiben und um Unterrichtsinhalte von Angesicht zu Angesicht besprechen zu können. Dabei waren natürlich die Eltern, wie grundsätzlich in diesem sehr schwierigen Schuljahr, unerlässliche Helfer bei der Einrichtung der Geräte.

Die tolle Medienausstattung eröffnet viele neue Möglichkeiten, aber sie ersetzt in keinster Weise den persönlichen Kontakt zwischen den Schülern und den Lehrerinnen, das persönliche Lob, die individuelle Hilfestellung und die Zusammenarbeit mit den Mitschülern. Dass nun beides wieder möglich ist, das Miteinander und das wohldosierte Nutzen der neuen Medien, finden alle an der Schule toll.

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