Fröhnd (gwz). Bürgermeisterin Tanja Steinebrunner stellte kürzlich beim Workshop „Fröhnd, eine Gemeinde mit Zukunft“ den Besuchern das neue Heimatbuch vor. Das Buch ist mit Spannung erwartet worden; rund vier Jahre hat die „Projektgruppe Heimatbuch“ daran gearbeitet.

Im Workshop zur „Zukunftsstrategie“ der Gemeinde im Jahr 2013 wurde der Wunsch aus der Bevölkerung laut, eine eigene Ortschronik für die Gemeinde Fröhnd zu erstellen und darin Historisches, Besonderes und Wissenswertes festzuhalten. Die Zeitreise im jetzt verfassten Heimatbuch umspannt die ersten Siedlungserwähnungen im 12. Jahrhundert und führt bis heute zur Auszeichnung als Siegergemeinde im Bezirkswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“.

In der Chronologie entstand keine Aufzeichnung trockener geschichtlicher Daten, sondern die Projektgruppe hat Wert darauf gelegt, dass der Leser in eindrucksvoller Weise Einblick in die Lebensweise der Vorfahren erhält, die geprägt war von der Kirche, der Landwirtschaft und dem Handwerk.

Beschrieben wird auch, dass das Leben der Einwohner in früheren Jahrhunderten ungleich schwerer war als heute. Eine Gesundheitsvorsorge und soziale Absicherung gab es nicht, eine zentrale Wasserversorgung fehlte, und vor allem gab es keinen Strom und somit keine künstliche Licht- oder Kraftquelle – in unserer modernen Zeit fast undenkbar. Aus privaten Aufzeichnungen geht hervor, dass die Dörfer der Gemeinde Fröhnd erst im Jahr 1924 mit Strom versorgt wurden. Vorher hatte man zur Beleuchtung in der Küche und in Wohnräumen Kienspäne und im Stall Laternen.

Der Schulalltag in den früheren Dorfschulen der Gemeinde wird im Heimatbuch ebenso erwähnt wie die Vereinswelt, die früher noch vielfältiger war. Denn es gab in der Gemeinde Fröhnd noch einen Gesangverein, einen Radfahrverein, einen Schützenverein sowie einen Ortsviehversicherungsverein; diese Vereine sind aufgelöst. Bilddokumente im Buch zeugen aber von ihrem Bestand.

Die Landwirtschaft früherer Jahrzehnte, stets von harter Handarbeit geprägt, wird ebenso eindrucksvoll in Wort und Bild erwähnt wie die schwere Arbeit im Wald.

Bürgermeisterin Tanja Steinebrunner schreibt in ihrem Vorwort zum Heimatbuch: „Ein Rückblick in unsere Dorfgeschichte zeigt aber auch, dass unsere Vorfahren stets mit den Herausforderungen ihrer Zeit fertig geworden sind. Das macht zuversichtlich, dass dies auch in Zukunft gelingen wird.“ In Beiträgen im Heimatbuch stellt die Bürgermeisterin dann das geplante Projekt „Neue Ortsmitte Fröhnd“ mit Halle, Rathaus und Funktionsräumen sowie einer Marktscheune vor. Zu den abschließenden und zukunftsweisenden Beiträgen im Buch gehört auch, dass die Gemeinde Fröhnd im Jahr 2019 gänzlich mit Breitband zum schnellen Internet versorgt werden soll.

Bürgermeisterin Tanja Steinebrunner hofft, dass das Heimatbuch vor allem bei der Bevölkerung in ihrer Gemeinde großen Gefallen findet und gerne gelesen wird; darüber würde sich vor allem die Projektgruppe sehr freuen.