Schönau Zukunftsweisendes Holz-Bauwerk

Ulrike Jäger
Bürgermeister Peter Schelshorn freute sich darüber, dass das Dach vor dem Wintereinbruch gedeckt werden konnte. Foto: Ulrike Jäger

Noch rechtzeitig vor dem Wintereinbruch wurde das Dach des MTB-Gebäudes in der Stadtmitte gedeckt. Anlässlich des Richtfests am Donnerstagabend dankte Bürgermeister Peter Schelshorn den Zimmerern und Dachdeckern, dass sie dies zeitlich „noch so toll“ hinbekommen haben.

Von Ulrike Jäger

Schönau. In Anwesenheit der beteiligten Betriebe, von Vertretern aus Stadt und Kreis, Biosphären-Rangern und dem Geschäftsführer des Biosphärengebiets Schwarzwald, Walter Kemkes, sprachen die Zimmerermeister Maximilian Schneider und Thomas Jaschke von der Zimmerei Baumgartner den Richtspruch. Die Abkürzung MTB steht für die Nutzungen, die im Gebäude zusammenkommen. Diese sind ein Mehrzweckraum, das Tourismusbüro Schwarzwaldregion Belchen und die Geschäftsstelle des Biosphärengebiets Schwarzwald.

Ein Haus, drei Nutzungen

Das Gebäude wird in L-Form erstellt, hat zwei Satteldächer und ist barrierefrei zugänglich. Im Erdgeschoss wird sich das Tourismusbüro Schwarzwaldregion Belchen und der rund 100 Quadratmeter große Mehrzweckraum befinden. Das zentrale Foyer im Eingangsbereich kann durch mobile Glaswände vom Tourismusbüro getrennt werden. Somit ist Informationsmaterial auch unabhängig von den Öffnungszeiten der Touristinformation zugänglich, und externe Veranstaltungen können im Mehrzweckraum stattfinden.

Die Geschäftsstelle des Biosphärengebiets Schwarzwald, die zur Zeit noch „Im Brand“ untergebracht ist, wird im ersten Obergeschoss und Dachgeschoss zu finden sein. Der Zugang kann hier sowohl vom Haupteingang erfolgen als auch über einen separaten Nebeneingang. Eine Tiefgarage wird 15 Plätze bieten.

Geheizt wird mit Nahwärme

Für eine gute Ökobilanz des Gebäudes wird die Holzschindelfassade sorgen. Auch im Innenbereich wurde das Material Holz eingesetzt. Außerdem ist der Einsatz von Nahwärme geplant, das Gebäude soll an die Hackschnitzelanlage des Gymnasiums angeschlossen werden. Eine E-Ladestation für Autos und Fahrräder ist ebenso geplant wie eine Photovoltaik-Anlage, die auch das Rathaus und das Gymnasium mit Strom mitversorgen soll.

Bürgermeister Peter Schelshorn nannte bei diesem Anlass einige Zahlen. So liegen die Gesamtkosten bei rund 5,1 Millionen Euro, durch die allgemeinen Kostensteigerungen fällt der Betrag rund 14 Prozent höher aus, als im Dezember 2020 angenommen. Zuschüsse gab es über das Tourismusinfrastrukturprogramm des Landes in Höhe von 473 932 Euro, Mittel aus dem Ausgleichstock in Höhe von 300 000 und aus der Städtebauförderung 116 617 Euro.

Höhere Baukosten

Schelshorn dankte den Mittelgebern und Walter Kemkes als Vertreter des Regierungspräsidiums Freiburg sowie seinen Mitarbeitern und allen, die an diesem zukunftsweisenden Gebäude mitgewirkt haben und miwirken.

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