Schönenberg „Wir befinden uns in einer absoluten Umbruchphase“

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Auszeichnung: Zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden für ihre langjährige Treue zum Betrieb geehrt. Foto: zVg

Oberes Wiesental / Bernau. Mit seiner Weihnachtsfeier im „Rössle“ in Bernau rundete das 60-köpfige Mitarbeiter-Team der Schmidt Hoch- und Tiefbau GmbH zusammen mit Geschäftsführer Rudolf Schmidt das Geschäftsjahr ab. Auch die Feiern der beiden Vorjahre wurden nachgeholt. Viele Mitarbeiter von Schmidt kommen aus dem oberen Wiesental.

„Es wurde gebaut, was das Zeug hielt“

Die vergangenen Jahre seien geprägt durch eine große Nachfrage nach Bauleistungen von privater wie auch öffentlicher Hand, wie das Unternehmen mitteilt. Vieles wurde bewegt, viele Projekte, die schon seit längerem geplant waren, wurden umgesetzt. Sei es durch den dringenden Bedarf, die niedrigen Zinsen oder die guten wirtschaftlichen Aussichten, „es wurde gebaut, was das Zeug hielt“, so das Unternehmen in einer Pressemitteilung.

Aufträge oder Anfragen hätten gar nicht alle bedient werden können. Doch leider habe sich durch den Kriegsbeginn im Februar 2022 die ganze Lage etwas eingedunkelt. Die Energiepreise explodieren und steigen immer noch, was das Unternehmen schwer belaste.

Aufgrund dieser Gemengelage habe es noch nie dagewesene Engpässe bei Lieferungen von Material, Maschinen und Dienstleistungen gegeben. Nicht nur die explodierenden Preise, auch der Fachkräftemangel zog sich durch alle Branchen und brachte vieles zum Erliegen.

Für das neue Jahr sieht Geschäftsführer Rudolf Schmidt wieder eine zufriedenstellende Konjunktur im Gewerbe. Beim privaten Einfamilienhausbau hingegen sei laut Branchenkennern eine deutliche Eintrübung der Nachfrage zu verzeichnen.

„Die öffentliche Hand investiert kräftig“

„Steigende Zinsen und explodierende Preise kann eine normale Familie nicht mehr auffangen“, so Schmidt. Doch die öffentliche Hand investiere kräftig. „Wir befinden uns in einer absoluten Umbruchphase, wobei Digitalisierung, erneuerbare Energien, CO2-Einsparung und Nachhaltigkeit nur einige Schlagwörter sind, die wir in diesem Jahrzehnt umsetzen wollen und müssen.“ Auch für das Jahr 2023 seien schon einige Aufträge vorhanden, seien es Breitbandverlegung, Erschließungen, oder Regenüberlaufbecken. Ein Thema werde die weitere Preiserhöhung der Leistungen sein, die nicht am Unternehmen selbst, sondern an der gesamten Lieferkette hänge.

Bei der Weihnachtsfeier des Unternehmens wurden auch langjährige Mitarbeiter geehrt. Da in den Jahren 2020 und 2021 keine Weihnachtsfeier stattfinden konnte, war die Liste der Geehrten lang. Für zehn Jahre Betriebszugehörigkeit wurden geehrt: Marion Hilpert, Matthias John, Dominik Lais, Ulrike Landwehr, Jorge Gomes de Oliviera und Carlos Pereira. Für 15 Jahre Betriebszugehörigkeit wurde geehrt: Peter Emil Kiefer. Für 20 Jahre Betriebszugehörigkeit wurden geehrt: Andreas Reinhold und Daniel Winkler. Für 25 Jahre Betriebszugehörigkeit wurde Dietmar Steinebrunner geehrt. Er kam am 10. April 1995 als Baggerfahrer in das Unternehmen.

Dank an erfahrene Beschäftigte

Auch Franco Lione wurde für 25 Jahre geehrt, er kam am 1. Juni 1995 als Straßenbauer zu Schmidt. Die gleiche Ehrung erhielt auch Juri Ketow, der am 22. Mai 1995 in das Unternehmen eintrat. Für 35 Jahre Betriebszugehörigkeit wurden geehrt: Jutta Neumann, die nach ihrer Ausbildung zur Bürokauffrau am 1. März 1985 zu Schmidt kam, sowie Erhard (Johnny) Kiefer aus Schönenberg, der am 5. Mai 1986 mit seinem Vater in das Unternehmen kam (Tiefbaukolonne). Von Anfang an war er der Baggerfahrer und Maschinist. Als dienstältester Mitarbeiter bedankte sich Rudolf Schmidt besonders bei ihm. Allen Jubilaren wurde eine Urkunde der Kreishandwerkerschaft Waldshut überbracht.

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